Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Trend & Style
Was ist Timbersports?
Nichts für schmächtige Kerle. Wer Timbersports (timber = Holz) betreiben will, braucht Kraft und Kondition. So haben viele der Sportler die Figur eines Kleiderschranks und oft beruflich im Wald zu tun. Amerikanische Holzfäller haben diesen Sport vor 15 Jahren erfunden, die Wettkämpfe sind in den USA ein Publikumsmagnet, werden live vom Fernsehen übertragen. In Deutschland fanden im vergangenen Jahr die ersten offenen Meisterschaften der »Stihl-Timbersports-Serie« mit 18 Teilnehmern aus sieben Nationen statt. Im Prinzip geht es darum, mit Äxten und Sägen Bäume in Stücke zu zerteilen.
Im Turnier arbeiten alle Teilnehmer an Baumstämmen aus dem selben Waldstück – damit alle die gleichen Bedingungen haben. Meist sind es Pappeln mit weichem Holz. Gekämpft wird in sechs Disziplinen. Beim »Standing Block Chop« ist ein senkrecht eingespanntes Stammstück von etwa einem Meter Länge und 30 Zentimeter Durchmesser mit der Axt durchzuschlagen. Eine halbe Minute ist dafür eine durchschnittlich gute Zeit. Beim »Springboard« schlagen die Sportler Kerben in einen aufrecht stehenden Stamm, in denen zwei Trittbretter Halt finden. Auf ihnen balancierend sollen die Teilnehmer dann den oberen Teil des Stammes mit der Axt weghauen.
»Stock Saw« ist eine weitere Disziplin: Einmal von oben nach unten und dann von unten nach oben werden mit einer Motorsäge zwei nur wenige Zentimeter dicke Scheiben von einem horizontal liegenden Stamm getrennt. Mehr Lärm macht »Hot Saw«: Hier werden 25 Kilogramm schwere Motorsägen mit 77 PS eingesetzt; möglichst schnell sind drei dünne Baumscheiben zu schneiden. Muskelkraft und Ausdauer sind wieder bei »Single Buck« gefragt. 1534 Euro teuer sind die zwei Meter langen Handsägen mit zehn Zentimeter langen Zacken, mit denen eine Scheibe vom Stamm abgesägt wird. Am härtesten ist »Underhand Chop«: Auf dem Stamm stehend hacken die Sportler mit der Axt zwischen ihren Beinen ins Holz. In der Mitte angekommen, drehen sie sich auf dem Block um und schlagen den Stamm von der anderen Seite durch. Die Männer schützen sich mit Spezialsocken aus Kettengliedern oder Bein- und Fußschonern, die aussehen wie Moonboots aus Stahl.
Timbersports hat in den USA seine eigene Profi-Serie. Spitzensportler dort sägen die drei Holzscheiben beim »Hot Saw« in fünf Sekunden und hacken sich in 15 Sekunden durch einen 30 Zentimeter dicken Baum. Ihre Äxte sind scharf wie Rasierklingen. Profis haben um die 50 Äxte mit verschiedenen Schneiden als Ausrüstung.
























