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Was ist so schön an Bier?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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In der Zeit vom 17. September bis 3. Oktober 2011 dreht sich im Süden Deutschlands alles ums Bier! Auf dem Münchner Oktoberfest, der weltweit größten »Beerparty«, wurden 2010 in den Festzelten mehr als 6,5 Millionen Liter Bier getrunken. Aber auch sonst ist Bier fast schon unser Nationalgetränk: Neun von zehn Deutsche lassen es sich schmecken. Doch Bier ist nicht gleich Bier. Es schmeckt überall ein bisschen anders, hat eine lange Geschichte – und eine süße Zukunft.
Welches Bier ist das stärkste?
»Barley Johns Rosies Ale« mit 28 Prozent und das »Utopias« mit 24 Prozent Alkoholgehalt, beide aus den USA. In Europa liegt das »Samichlaus-Bier« der österreichischen Brauerei Schloss Eggenberg vorn. Es wird einmal im Jahr, am Nikolaustag, gebraut und über zehn Monate eingelagert. Der Alkoholgehalt liegt bei knapp 15 Prozent. Spitzenreiter in Deutschland sind der »Donnerbock« vom Schorschbräu in Gunzenhausen mit 13 Prozent Alkohol und das »EKU 28« aus Kulmbach mit elf Prozent.
Wie schmeckte das Bier der Pharaonen?
Vor rund 4000 Jahren ließen die alten Ägypter halbfertig gebackenes Brot mit Wasser vergären und bekamen eine Art Bier – sie gelten daher als die Erfinder des Getränks. Schmecken würde uns das Ur-Gebräu wahrscheinlich nicht besonders. Denn die Zugabe von Hopfen als Würzmittel für den feinherben Geschmack des heutigen Bieres wurde erst im Mittelalter erfunden.
Wie deutsch ist deutsches Bier?
Den ältesten Nachweis für Braukunst auf deutschem Boden liefern Bieramphoren aus der Zeit um 800 vor Christus aus der Gegend von Kulmbach. Und: Mit knapp 1300 Braustätten hat Deutschland nach wie vor die mit Abstand größte Brauereidichte der Welt. Doch die Globalisierung macht auch vor deutschem Bier nicht halt. So kaufen ausländische Brauereikonzerne »unsere« Brauereien mehr und mehr auf. Die Traditionsbrauereien Spaten, Löwenbräu, Franziskaner, Hasseröder, Diebels und Becks gehören inzwischen alle einem der Größten der Branche: dem belgischen Konzern »Inbev«.
Welches Bier schmeckt uns am besten?
Von Altbier bis Pils – allein in Deutschland werden über 400 Biersorten getrunken, die sich in Brauart, Farbe, Zutaten, Alkoholgehalt, Haltbarkeit und Geschmack unterscheiden. Doch die Deutschen haben einen klaren Favoriten: das Pils!
Ist Bierbrauen in Wirklichkeit Frauensache?
Jeder Haushalt braute bei uns früher sein eigenes Bier, und das war – wie das Brotbacken – tatsächlich Sache der Frauen. Die hoch spezialisierte wissenschaftliche Braukunst haben wir allerdings Klosterbrüdern zu verdanken. Im Mittelalter fingen sie an, damit zu experimentieren. Denn Flüssiges war auch in den strengen Fastenzeiten uneingeschränkt erlaubt – das nahrhafte Bier wurde somit zum beliebtesten Klostergetränk. Jedem Mönch waren fünf Liter täglich erlaubt! Auch wenn Mönche heute Maß halten – die Tradition der Klosterbrauereien hat sich erhalten. Und viele nach Mönchsorden benannte Biermarken (etwa die bayrischen Biermarken Franziskaner, Augustiner und Paulaner) zeugen bis heute von der frommen Vergangenheit.
Sind die Deutschen die größten Biertrinker der Welt?
Nein! Den höchsten Bierkonsum der Welt haben mit knapp 160 Liter Bier pro Person im Jahr die Tschechen. Fast doppelt so viel wie im gleichen Jahr in den USA pro Kopf weggetrunken werden. Aber immerhin: Platz drei besetzen die Deutschen mit 115,80 Liter pro Kopf nach Irland mit 131,1 Liter pro Kopf. http://flagpedia.net/de/listen/bier-konsum
Warum ist Bier teurer geworden?
Hauptursache – nach Angabe der Brauereien – ist die Verteuerung der Rohstoffe (vor allem Gerste und Malz), weil die Landwirte nun mehr auf den Anbau von Pflanzen für Bio-Kraftstoffe setzen. Kritiker aber sehen noch einen anderen Grund: Der stagnierende Bierkonsum senkt die Profite. Zuwächse im Markt haben nur die Bier-Mischgetränke.
Welche Sorten gibt es?
Hier nur eine kleine Auswahl aus der Riesenpalette:
Pils(ener)
Verantwortlich für den herben Geschmack ist die große Hopfenmenge. 1842 wurde die Biersorte erstmalig im böhmischen Pilsen gebraut, der Name blieb.
Helles Lagerbier
Als »Helles« im Süden Deutschlands, als »Export« in Norddeutschland beliebt. Charakteristisch: die hellgelbe Farbe und der fast ein wenig süßliche Geschmack (hoher Malzgehalt). Neben hellem Lagerbier gibt es auch das dunkle Lagerbier, gebraut mit dunklem Malz.
Kölsch
Das hellgelbfarbene hopfenbetonte Bier mit ca. 4,8 Prozent Alkohol darf nur in Köln und unmittelbarer Umgebung unter diesem Namen gebraut werden. Getrunken wird es aus den sogenannten Kölner Stangen.
Berliner Weisse
Ein leicht säuerlich, spritzig trübes Schankbier, das in Berlin und Umgebung
getrunken wird. Die Berliner Weiße hat ca. 2,8 Prozent Alkohol und wird oft mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup getrunken.
Bock(Bier)
Die Herstellung dieses höherprozentigen Biers (über sechs Prozent) ist an bestimmte Jahreszeiten oder Anlässe gekoppelt. Daher Namen wie Maibock oder Festbock (Weihnachten).
Alt(Bier)
Ist eine Biersorte vom Niederrhein mit viel Hopfen und von dunkler Bernsteinfarbe. Wird hauptsächlich in Düsseldorf und am Niederrhein aus kurzen gedrungenen 0,2l Gläsern getrunken.
Weizenbier/Weissbier
Die »In-Marke« gewinnt als einzige Biersorte seit Jahren in Deutschland Markt-anteile hinzu. Enthält etwa 5,5 Prozent Alkohol und wird aus Weizenmalz (Anteil mindestens 50 Prozent) hergestellt. Gilt als bayrische Spezialität und ist an seinem charakteristischen Bierglas leicht zu erkennen.
Ale
Das kupferfarben oder dunkle Bitter Ale ist das Nationalgetränk Englands, enthält wenig Kohlensäure. Bekannte Marken sind z. B »Kilkenny« oder »Guinness«.

























