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Trend & Style
Was ist so faszinierend am Bauchtanz?
So genau weiß niemand, wann und wo der sinnliche Tanz mit den gekonnten Beckenschwüngen zuerst aufgeführt wurde. »Raqs Sharki« – Tanz des Ostens – heißt er in Ägypten. Und in der Türkei wurden Bauchtänzerinnen früher »Cengi« – Zigeunerinnen – genannt. Viele Experten sehen darin Hinweise, dass diese spezielle Tanzkunst ursprünglich aus Indien, dem Heimatland der Zigeuner, stammt und von dort ab dem 5. Jahrhundert nach Westen gelangte.
In den Ländern des Vorderen Orients sei daraus allmählich der Bauchtanz in seiner heutigen Form und in Spanien der Flamenco entstanden. Andere Theorien sehen im Bauchtanz das Erbe antiker nahöstlicher Fruchtbarkeits- und Tempeltänze. Umstritten ist auch, welchen Sinn der Tanz hatte. Sicher ist nur, dass er keineswegs nur aufgeführt wurde, um die Sinnenlust von Männern anzufachen. Traditionell wird er zum Beispiel in Ägypten und in der Türkei für Männer und Frauen getanzt, vor allem bei Hochzeiten und anderen großen Familienfesten. Aus Nordafrika ist er auch als Gebärtanz bekannt: Frauen tanzen ihn dort für Geschlechtsgenossinnen während der Geburt. Der Rhythmus und der Anblick der weichen Beckenbewegungen soll die Wehen anregen und die Geburt erleichtern.
Der Begriff Bauchtanz ist übrigens eine europäische Wortschöpfung: Der französische Romancier Gustave Flaubert (1821–1880) benutzte ihn in seinem »Orientalischen Reisetagebuch«, und dieser Name wurde dann in Europa gebräuchlich.
























