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Trend & Style
Was ist Metamerie?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Das T-Shirt sah gerade noch blau aus, jetzt ist es grün. Hier handelt es sich um einen Fall von Metamerie ...
Eben war das Top der Blondine noch blau und harmonierte aufs Beste mit ihren blauen Augen, plötzlich ist da dieses Farbenspiel aus rötlich schimmerndem Kunststoff und eklig grünlichem Polyacryl-Stoff. Ein Fall von Metamerie. Oder: Eben passte im Kaufhaus der Pullover farblich perfekt zur neuen Hose, doch kaum draußen im Tageslicht wird daraus ein geschmackliches Fiasko.
Was ist da passiert? Ganz klar – hier liegt ein Metamerie-Problem vor. Unter Metamerie versteht man in der Optik, wenn zwei Farbträger – Textilien, Kunststoffe oder Ähnliches – unter dem Einfluss einer bestimmten Lichtquelle den gleichen Farbeindruck beim Betrachter auslösen. Wird dann die Lichtquelle verändert, werden die Farben plötzlich völlig unterschiedlich wahrgenommen.
Die Ursache für diese verschiedenen Farbeindrücke liegt in der Art, wie das menschliche Auge Farben verarbeitet. Die Farbrezeptoren (Zapfen) auf der Netzhaut messen den Rot-, Grün- und Blau-Anteil des einfallenden Lichts. Aus den Messwerten der Zapfen konstruiert das Gehirn dann einen Farbeindruck. Ob schweinchenrosa oder zitronengelb – derselbe Farbeindruck kann dabei immer auf unterschiedliche Weise, das heißt durch verschiedene Farbspektren, hervorgerufen werden.
Je höher die Metamerie, desto ähnlicher der Farbeindruck. Verändert sich das Umgebungslicht, messen die Zapfen wieder unterschiedliche Farbwerte – und das Grau der Sitzbezüge ist dann doch nicht mehr dasselbe wie das des Armaturenbretts. Schade, eigentlich.

























