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Wissenschaft & Technik

Was ist an LEDs so besonders?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Was ist an LEDs so besonders?Was ist an LEDs so besonders?
iStockphoto

Die kleinen Dioden haben haben eine strahlende Zukunft, sie sind klein, kühl und sparsam. Mit diesen Eigenschaften lassen sie Glühbirnen alt aussehen und werden schon jetzt vielfach eingesetzt.

Kaum haben wir gelernt, dass die guten alten Glühbirnen böse Stromfresser und deshalb schnellstens durch Energiesparlampen auszutauschen sind, da rollt schon die nächste Lichtrevolution heran: Leuchtdioden oder LEDs (kurz für »Licht emittierende Dioden«) sind die Lichtquelle der Zukunft.

Die Mini-Leuchten (maximale Größe: fünf Millimeter) mit Halbleitertechnologie wurden zwar schon 1962 entwickelt, führten bislang aber ein Schattendasein als Stand-by-Lämpchen oder Handy-Hintergrundbeleuchtung. Neuerdings jedoch boomt das LED-Geschäft. Grund: Kein Leuchtkörper ist sparsamer im Verbrauch, keiner hält länger – LEDs machen einigen Angaben zufolge erst nach bis zu 100000 Stunden schlapp, was gut elf Jahren Dauerbetrieb entspräche. Außerdem lassen sie sich ruhigen Gewissens entsorgen – anders als Energiesparleuchten, die giftiges Quecksilber enthalten.

Das »Betriebsgeheimnis« der LEDs heißt Elektrolumineszenz: Statt wie die Glühbirne einen Großteil der Energie für sinnlose Wärmeentwicklung zu verschleudern, bleibt die LED kalt: Der Strom wird ausschließlich zur Lichtgewinnung genutzt. In Berlin wurden bereits die Ampelanlagen auf LED umgerüstet – die elektronischen Ampelmännchen sind nicht nur der Gipfel der Sparsamkeit, sondern auch besser zu erkennen. Diesen Vorteil macht sich die Autoindustrie zunutze: Nach Brems- und Rückleuchten mit LEDs werden nun auch LED-Tageslichtscheinwerfer eingebaut.

Dennoch, für die LED-Forschung gibt es noch viel zu tun: Vor allem die Effizienz muss gesteigert werden – bis jetzt liegt die Stärke von LEDs in der punktförmigen Beleuchtung (»Spots«). Wenn es darum geht, einen ganzen Raum auszuleuchten, wirken sie »funzelig«.

Zudem ist der Stückpreis noch vergleichsweise hoch. Beides dürfte sich in absehbarer Zukunft ändern – Experten schätzen, dass sowohl Glühbirne als auch Energiesparlampe in rund zehn Jahren ausgedient haben.

OLEDs – und alles leuchtet

Ein brandaktueller Forschungszweig innerhalb der LED-Technik betrifft die OLEDs – wobei das »O« für »organisch« steht. Die Bauelemente der OLEDs sind etwa 1000-mal so dünn wie ein Haar und werden zu hauchfeinen Lichtfolien zusammengefügt.

Optimal ist das z. B. für große Flächen wie Wände und Decken, aber auch Computer- und Handy-Displays sollen irgendwann mit OLEDs ausgestattet werden. Am Lichttechnischen Institut in Karlsruhe will man schon bald Leuchttapeten fürs Wohnzimmer entwickelt haben.

Der Clou dabei: Je nach Stimmung können die Farbtöne individuell reguliert werden – am Lichtschalter stellt man dann nicht nur Helligkeit, sondern auch die Farbe ein.

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