Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Kultur & Gesellschaft
Was ist eine »Schlangensekte«?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
Hier geht's zum aktuellen Heft »
In den Tälern der südlichen Appalachen (USA) treffen sich die Mitglieder der »Schlangensekte« mit ihren giftigen Klapper- und Mokassinschlangen regelmäßig zum Gottesdienst.
Gegründet hat diesen Kult der Prediger George Hensley (1880–1955). Nach einer Predigt in seiner kleinen Kirche in Tennessee (1910) holte er eine Giftschlange aus einer Kiste, präsentierte sie der Gemeinde und gab zum Besten: wer sich nicht mit den giftigen Reptilien einlasse sei »zur Hölle verdammt«.
Das war der Beginn des Schlangenkults, für den sich Prediger Hensley auf die Bibel berief. Im Markusevangelium heißt es: »Die Zeichen aber, die denen folgen werden, die glauben, sind diese: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden« (Markus 16: 17-18).
Die Mitglieder des Schlangenkults nehmen das wörtlich. In ihren Gottesdiensten tanzen sie bis zur Ekstase, hantieren mit Giftschlangen, stoßen unartikulierte Laute aus und trinken das Nervengift Strychnin. Nicht wenige Gemeindemitglieder werden aber verletzt oder kommen sogar um. Von 1936 bis 1973 zählt man 35 registrierte Tote, doch die Dunkelziffer ist wahrscheinlich viel höher.
Schätzungsweise 5000 Anhänger hat der Schlangenkult heute, obwohl er in vielen Staaten gesetzlich verboten wurde. Die meisten Gemeinden gibt es in Kentucky, Tennessee, Florida, Georgia, Alabama, Carolina, Virginia, Ohio und Texas. Ihr Gründer George Hensley starb am 24. Juli 1955 – infolge eines Klapperschlangenbisses. Ein zäher Busche, es war immerhin seine 446. Bissverletzung!

























