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Wissenschaft & Technik
Was ist ein Turboloch?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wer ein Auto mit Turbomotor besitzt und mal ganz kräftig aufs Gaspedal tritt, wird es möglicherweise spüren – die Leistung bleibt kurzzeitig aus, um sich dann erst mit einem spürbaren Schub zu entfalten. Der Grund für dieses »Turboloch« liegt an der Funktionsweise des Abgasturboladers, kurz: Turbolader.
Vereinfacht gesprochen, ist ein Verbrennungsmotor ohne Turbolader in seiner Leistungsfähigkeit begrenzt, weil nur eine bestimmte Menge Luft (genauer: Sauerstoff) für den Verbrennungsvorgang zur Verfügung steht, nämlich das Volumen des Hubraums. Zur Leistungssteigerung gibt es entweder die Möglichkeit, den Hubraum zu vergrößern, oder die Luft nicht durch die Kolben ansaugen zu lassen, sondern sie komprimiert in die Brennkammer zu pumpen. Da nun mehr Sauerstoff zur Verbrennung zur Verfügung steht, kann auch die Menge an Kraftstoff pro Takt erhöht werden – und das bringt mehr Leistung.
Der Turbolader funktioniert folgendermaßen: Eine Abgasturbine im Abgasstrom treibt einen Verdichter an, der im Ansaugtrakt liegt. So ist es möglich, die Zylinder mit komprimierter Luft zu füllen und mehr Verbrennungsluft zu bekommen. Diesen Prozess nennt man Aufladen. Die dadurch erwärmte Luft kann zusätzlich vor dem Zylinder gekühlt werden. Dies geschieht durch einen Ladeluftkühler (englisch: Intercooler). Sinn ist, den Füllungsgrad zu erhöhen, da kühle Luft eine größere Dichte aufweist. Damit steht mehr Sauerstoff für den Verbrennungsvorgang zur Verfügung.
Das Turboloch ist ein klassischer Nachteil des Turboladers, denn die zusätzliche Leistung steht erst nach einigen Sekunden zur Verfügung. Die Turbine muss zuerst beschleunigt werden, und auch die beschleunigte Ladeluft besitzt eine gewisse Trägheit

























