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Psychologie & Gesundheit
Was ist dran an Aloe Vera?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Spitze, fleischige Blätter, in denen die Natur einen Heilsaft »destilliert«: Die Indianer Nordamerikas verehrten die Wunderpflanze als göttlich.
Nach hundert Jahren Vergessenheit ist die Heilpflanze wieder voll im Trend. Säfte und Salben, Badezusätze und Gel mit Aloe Vera erobern die Regale von Apotheken und Drogerien. Die Begeisterung für die Pflanze mit den spitzen fleischigen Blättern geht schon auf biblische Zeiten zurück.
Die Alten Ägypter verwendeten Aloesaft für die Hautpflege, Alexander der Große ließ damit verwundete Soldaten behandeln, im indischen Ayurveda und in der chinesischen Medizin werden die Heilkräfte von Aloe auch durch eine innere Anwendung genutzt. Noch bis 1920 stand die Pflanze bei uns in vielen Haushalten am Küchenfenster. Hatte sich jemand verletzt oder verbrannt, wurde ein Blatt abgeschnitten und die Wunde damit eingerieben. Aloe Vera hat kerzenartige, orangenfarbige Blüten, gehört zu den Liliengewächsen, und kommt in rund 400 Arten vor.
Doch nur die Aloe vera barbadensis eignet sich für medizinische Zwecke. Wichtigster Wirkstoff scheint das Molekül Acemannan zu sein, ein langkettiger Zucker, den der menschliche Körper nur bis zur Pubertät selbst produziert. Er wirkt gegen Viren, Bakterien und Pilze, aktiviert die Abwehrkräfte, scheint Immunzellen und Knochenmark vor Umweltgiften zu schützen und sorgt dafür, dass Fremdeiweiße entsorgt werden, bevor Allergien auftreten können.
Weil die Pflanze auch die in Aspirin verwendete Salicylsäure enthält, hat sie eine stark schmerzlindernde Wirkung, weshalb zum Beispiel Verbrennungsopfer in Hautkliniken mit Aloe-Vera-Bädern behandelt werden. Auch in der Hausapotheke erweist sich Aloe Vera als Nothelfer. Wer Halsschmerzen hat, gurgelt damit, und bei ersten Anzeichen von Lippen-Herpes werden die betreffenden Stellen mit Gel massiert. Außerdem eignet sich Aloe Vera zur äußeren Anwendung bei Allergien, Abszessen, Akne, Fußpilz, schlecht heilenden Wunden und Ekzemen.
Immer wieder wird behauptet, regelmäßiger Genuss von Aloe-Vera-Saft helfe auch bei schweren Krankheiten wie Krebs oder Rheuma. Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirkung nicht. Aber geschadet hat die Wunderpflanze auch noch niemandem.
























