Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Natur & Reise
Was ist die schnellste Bewegung in der Natur?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Geparden und Wanderfalken werden in den Medien gern ins Rennen geschickt, wenn die Rede von besonders schnellen Tieren ist.
Während es die Raubkatze bei ihren Sprints auf bis zu 100 Kilometer pro Stunde bringt, lässt sich der Greifvogel mit mehr als dem doppelten Tempo auf seine Beute fallen. Doch auch im Wasser werden Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Verbürgt ist der Fall eines Indopazifischen Fächerfischs, der mit genau 109,7 km/h durchs Wasser raste. Dabei legt das schnellste Tier der Ozeane seine Rückenflosse eng an den Körper, um wie ein Torpedo dahinzujagen.
Trotzdem sind alle drei Tempojunkies weit davon entfernt, auch nur annährend die schnellste Bewegung in der Natur zustande zu bringen. Ehe sie ihre Topwerte erreichen, müssen so große Tiere nämlich mehrere Sekunden Anlauf nehmen. Ein winziger Rivale, der sein Dasein als ekliger Belag auf gammligen Essensresten fristet, kennt solcherlei Verzögerungen nicht.
Schimmel feuert seine Sporen mit bis zu 180000-facher Erdbeschleunigung in die Luft. Auch wenn seine Geschosse dabei „nur“ 90 Stundenkilometer erreichen, kommt keine andere natürliche Bewegung so schnell auf Touren. Um sich über möglichst große Entfernungen zu vermehren, greift der Pilz auf ein hochexplosives Gemisch aus Salzen und Kohlenhydraten zurück.
Diese Sprengladung baut bei Wasserkontakt einen immensen Druck auf und explodiert so schnell, dass ihn US-Botaniker erst vor Kurzem mit einer speziellen Hochgeschwindigkeitskamera fotografieren konnten.

























