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Natur & Reise
Was ist der Unterschied zwischen Art, Gattung und Familie?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Es ist zum verzweifeln: Selbst Experten haben keine einfachen Erklärungen für die diversen »Schubladen«, mit deren Hilfe Naturwissenschaftler Tiere und Pflanzen klassifizieren.
»Das Problem liegt darin, dass diese Kategorien in der Natur nicht vorkommen. Sie sind willkürlich vom Menschen gemacht«, sagt Andreas Maas von der Arbeitsgruppe »Biosystematische Dokumentation« der Universität Ulm. Hier aber ein paar Faustregeln.
Beispiel Löwe: In der Sprache der Zoologen heißt er Panthera leo. Der erste Teil des Namens bezeichnet die Gattung, der zweite die Art. Andere Arten der Gattung Panthera sind der Jaguar (Panthera onca), der Leopard (Panthera pardus) und der Tiger (Panthera tigris). Gemeinsam mit einem guten Dutzend anderer Gattungen (darunter auch die Hausmiezen) zählt man die Panthera zur Familie der Katzen, den Felidae (Familiennamen sind meist gut an ihren Endungen zu erkennen: -idae bei Tieren und -aceae bei Pflanzen).
Doch wie werden Lebewesen überhaupt zugeordnet? Früher wurde dabei vor allem auf äußere Ähnlichkeiten geachtet, was den zuständigen Wissenschaftlern den Spitznamen »Borsten- und Beinchenzähler« einbrachte. Wird heute ein bisher unbekanntes Tier entdeckt, vergleicht man sein Erbgut mit bereits bekannten Lebewesen.
Weitgehend einig sind sich die Fachleute in folgender Definition: Männchen und Weibchen, die fruchtbare Jungen zeugen können, gehören zur selben Art – sofern sie räumlich zusammenleben. Rein fortpflanzungstechnisch gesehen würden so auch Löwe und Tiger zur selben Art zählen. Da sie sich in der freien Wildbahn aber nicht über den Weg laufen, werden sie zwar zur selben Gattung gerechnet, aber als zwei verschiedene Arten angesehen. Alles klar?
Fragt Anke Maurer, Bochum

























