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Trend & Style
Was ist denn nun ein It-Girl?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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»Ich gehöre nicht zu den Menschen, die darauf warten müssen, entdeckt zu werden. Ich habe mich selber entdeckt«, sagt It-Girl Kader Loth über sich.
Was haben Paris Hilton, die Andy Warhol Muse Edie Sedgwick und Audrey Hepburn gemeinsam? Sie haben, was alle wollen: das gewisse Etwas, »Es« (auf englisch »It«), was sie von anderen abhebt. Doch die Bezeichnung It-Girl hat noch einen ganz anderen Ursprung: Die 22-jährige Clara Bow, Hauptdarstellerin im Stummfilm »It«, war die erste Schauspielerin, die rebellisch, emanzipiert und sexy zugleich war.
Damit wurde sie zur Vorreiterin der selbstbewussten »Flapper Girls« der Golden Twenties, die Männeranzüge trugen, Zigarre rauchten und Alkohol tranken. Bow wurde zur Stilikone der emanzipierten Frauen, die sich mit Sex-Appeal und Klasse über die Regeln der damaligen Konventionen hinwegsetzten. Auf den Titel des Stummfilms »It« bezieht sich die heutige Bezeichnung »It-Girl«.
Jede Generation hat ihr eigenes It-Girl, doch allen ist eins gemeinsam: Sie haben es geschafft, allein durch ihr Aussehen und ihre öffentlichen Auftritte die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen. In den 1960ern waren es vor allem die Künstler, die Frauen mit dem gewissen Etwas zu It-Girls kürten, z. B. Edie Sedgwick. Die hübsche Tochter aus gutem Hause wurde von Andy Warhol entdeckt und avancierte zu seiner Muse.
In den 1970ern wurden Popstars die Förderer der It-Girls (z. B. Rolling Stones-Sänger Mick Jagger entdeckte seine Bianca). 1990 traten dann Designer an die Stelle der Künstler, und Modemacher wie Yves Saint Laurent machten aus der exzentrischen Schauspielerin Chloë Sevigny eine echte Stil-Ikone ihrer Zeit.
Inzwischen wird es für junge Frauen immer schwieriger, sich als Trendsetter oder It-Girls zu behaupten. Prägt ein It-Girl einen neuen Stil, wie etwa Kate Moss, findet man am nächsten Tag zahlreiche Kopien in den Medien (z. B. Sienna Miller, die Moss stets imitiert).
Die It-Girls von heute bestechen leider nicht mehr durch Charisma oder Klasse, sondern inszenieren sich lediglich zur Unterhaltung der Massen, wie etwa Paris Hilton oder Lindsay Lohan. Es bleibt fraglich, ob sie jemals Unsterblichkeit erlangen werden wie Audrey Hepburn als Holly Golightly in »Frühstück bei Tiffany«.

























