Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Geschichte & Politik
Was ist das Geheimnis des Voynich-Manuskripts?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Jeder, der es kennt oder mal in den Händen hielt, gerät ins Grübeln. Mysteriöse Bilder, Texte in einer unbekannten Geheimsprache, an diesem Manuskriptbeißen sich Experten die Zähne aus.
Schon allein die Illustrationen geben Rätsel auf, und der Inhalt ist bis heute völlig unbekannt: Das Voynich-Manuskript, ein handgeschriebener 232-seitiger 17,8 cm breiter und 25,4 cm hoher Band, wurde in einer unbekannten Schrift verfasst. Benannt ist es nach seinem Entdecker. Der Antiquar Wilfried M. Voynich fand es 1912 in der Bibliothek eines Jesuitenkollegs in der Villa Mondragone im italienischen Frascati.
Einem beiliegenden Brief des böhmischen Philosophen und Naturwissenschaftlers Johannes Marcus Marci (1595-1667) zufolge erwarb der römisch-deutsche Kaiser Rudolf II. (1552-1612) das mysteriöse Stück um 1600 von einem unbekannten Händler für die damals astronomisch hohe Summe von 600 Golddukaten. 1608 ging das Werk angeblich in den Besitz von Jacobus Horcicki de Tepenecz, den Direktor von Rudolfs botanischen Gärten über, und gelangte anschließend in die Hände des Briefschreibers Johannes Marcus Marci, seinerzeit Rektor der Karls-Universität in Prag.
Marci mutmaßte, der englische Franziskanermönch und Denker Roger Bacon (etwa 1216–1296), könnte das Manuskript verfasst haben. Diese Annahme gilt heute als widerlegt. Material und Schreibstil sowie Kleidung und Haartracht der abgebildeten Menschen weisen in einen Entstehungszeitraum zwischen 1450 und 1520. Weiterer gewichtiger Anhaltspunkt: die Zeichnung einer amerikanischen Sonnenblume – einer Pflanze, die erst nach Columbus Rückkehr aus Amerika in Europa bekannt gewesen sein kann.
Über den Inhalt der Schrift gibt es nur Mutmaßungen. Am wahrscheinlichsten ist, dass es sich um eine naturwissenschaftliche Enzyklopädie – etwa um ein Kräuterbuch – handelt. Die Gleichförmigkeit der Textabschnitte lässt an Rezepturen und Herstellungsanleitungen denken. Immer wieder wird auch vermutet, das Manuskript könnte eine Fälschung sein, mit der – möglicherweise aus ganz profaner Geldgier – das Interesse Rudolfs II. ausgeschlachtet werden sollte, die Vorliebe des Kaisers für okkulte Geheimwissenschaften wie Alchemie, Astrologie und Kabbala war bekannt.
Auch eine Möglichkeit: Der aufwendig verschlüsselte Text enthält naturwissenschaftliche Erkenntnisse, von denen die Inquisition nichts wissen sollte. Die Spekulationen über das geheimnisvolle Manuskript gehen jedenfalls weiter. Einige vermuten sogar, es enthalte eine Nachricht Außerirdischer oder gar eine Botschaft von Engeln!

























