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Wissenschaft & Technik
Was ist außerirdischer Regen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Die Wolkenbildung wird aus dem All mitbeeinflusst, behaupten Forscher, außerirdischer Regen sozusagen.
Das Universum ist schuld – das ist eine neue Theorie, die unseren Klimawandel erklären will. Treibende Kraft hinter dem Klimawandel sei die Sonne, die kosmische Energie abstrahlt, überwiegend Protonen, also positiv aufgeladene Teilchen.
Die Schwankungen dieser Solarstrahlung scheinen parallel zu den diversen Kälte- und Wärmeperioden der letzten Jahrhunderte verlaufen zu sein, etwa dem mittelalterlichen Klimaoptimum, das die Landwirtschaft in Grönland ermöglichte, sowie der »kleinen Eiszeit«, die der Nordhalbkugel der Erde von 1500 bis 1800 viele bitterkalte Jahre bescherte.
Zwei dänische Forscher konnten nachweisen, dass kosmische Strahlungspartikel tatsächlich die Wolken- und Regenbildung beeinflussen – gewissermaßen außerirdischer Regen. Ihre These: Je mehr kosmische Strahlung, desto mehr Wolken und Regen, desto wärmer und feuchter das Erdklima.
Diese Schlussfolgerung von der kosmischen Strahlung als Wettermaschine ist umstritten. »Der Mechanismus ist plausibel, reicht quantitativ aber nicht, um die beobachtete Erwärmung zu erklären«, sagt beispielsweise Jochem Marotzke, Direktor am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie. Die Strahlung der Sonne mag für ein paar mehr Regentage verantwortlich sein, nicht aber für die derzeitige globale Erwärmung.
Bald soll Klarheit über die Theorie geschaffen werden: Noch in diesem Jahr wollen Physiker am Genfer Teilchenbeschleuniger Cern die Rolle der kosmischen Strahlung bei der Wolkenbildung endgültig klären.
























