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Was gab´s beim »letzten Abendmahl«?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Eines ist sicher: Es kam mehr auf den Tisch als nur Brot und Wein.
Angesichts der symbolischen Bedeutung von Brot und Wein als Leib und Blut Christi erschien es den Autoren der Bibel wahrscheinlich als zu belanglos, den sonstigen Essensplan des berühmten Abendessens genauer aufzuführen. Ein Blick in die jüdische Glaubenspraxis verspricht aber Aufschluss.
Das letzte Abendmahl fiel in die Zeit des Pessachfests, das die Juden bis heute parallel zum christlichen Osterfest feiern, um an die Befreiung der Israeliten aus ägyptischer Sklaverei zu erinnern. Für den gläubigen Juden Jesus war es selbstverständlich, die Pessachgebote auch hinsichtlich der Speisen zu achten.
Es wird in der Bibel zwar nicht ausdrücklich gesagt, doch vieles deutet darauf hin, dass das Abendessen am so genannten »Sederabend« stattfand, dem Auftakt des Pessachfests. Dabei kommen ausschließlich Gerichte mit symbolischer Bedeutung auf den Tisch. Zum Beispiel: »Charosset«, eine Mischung aus gehackten Äpfeln, Birnen, Walnüssen und Rotwein, die dem Mörtel ähneln soll, aus dem die jüdischen Sklaven Ziegel für die Ägypter herstellen mussten. Oder »Maror« – bittere Kräuter wie Meerrettich oder Endivien zur Erinnerung an die bittere Zeit der Knechtschaft.
Traditionell wurde zur Zeit Jesu am »Sederabend« ein in diesen Kräutern gebratenes Lamm gegessen – und tatsächlich schildert die Bibel ausdrücklich, dass Jesus und seine Jünger vor dem letzten Abendmahl ein Lamm zubereiteten. Das Brot, das Jesus rituell teilte, war mit Sicherheit kein Alltagsbrot, sondern »Matzen« – ungesäuertes Fladenbrot, das ausschließlich aus Wasser und ungequollenem Getreide gebacken wird.
Für fromme Juden ist es bis heute undenkbar, während Pessach »Chametz« (hebräisch: Sauerteig) zu verzehren oder auch nur im Haus zu haben. Grund: Der Aufbruch aus Ägypten soll in solch großer Hast geschehen sein, dass der Teig für die mitgenommenen Brote nicht wie üblich »ruhen« konnte.

























