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Geschichte & Politik
Was erlebt man in der Grabkammer?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass es im Inneren der Cheopspyramide nicht mit »rechten Dingen« zugeht. Immer mal wieder versuchen Touristen deshalb, eine »Aufenthaltsgenehmigung« für ein paar Stunden zu bekommen.
Scharenweise werden täglich Touristen durch die berühmten Pyramiden in der Nähe von Kairo geschleust. Der Aufenthalt in der Grabkammer mit dem (leeren) Granitsarkophag in der Cheopspyramide bleibt dabei auf wenige Minuten beschränkt. Hartnäckig hält sich aber das Gerücht, dass Menschen, die sich länger und vor allem allein dort aufhalten, ihr »blaues Wunder« erleben können.
Bei der französischen Expedition nach Ägypten (1798) soll auch Napoleon den Wunsch geäußert haben, einige Zeit allein in der Pyramide bleiben zu können. Als er wieder herauskam, wirkte er angeblich blass und verwirrt. Auf die Frage eines Adjutanten, was passiert sei, sagte er, er wolle nie mehr dazu befragt werden – »es hat ja keinen Zweck, Sie würden mir ja doch nicht glauben«. Erst viele Jahre später, in der Verbannung, deutete er einmal an, in der Pyramide habe er Vorahnungen über sein Schicksal und sein Ende erhalten.
In den 1930er–Jahren verschaffte sich der britische Reiseschriftsteller Paul Brunton die Erlaubnis, eine ganze Nacht in der Grabkammer zu verbringen. In seinem Reisebuch »Geheimnisvolles Ägypten« berichtet er von teils höllischen, teils himmlischen Erlebnissen. Nach fürchterlichen Panikattacken, die stundenlang dauerten, sei schließlich ein großer Friede über ihn gekommen. Als er dann wagte, sich in den Sarkophag zu legen, habe er eine »überwältigende Einweihung in die Unsterblichkeit der Seele« erfahren. Die Erlebnisse Bruntons lösten eine Welle von Spekulationen über die magische Kraft der Pyramide aus, die seitdem nie mehr ganz aufgehört haben.
Zahlreiche Okkultisten begehrten nun eine »Aufenthaltsgenehmigung« in der Grabkammer, doch die ägyptischen Behörden schieben dem mystischen Rummel bis heute energisch einen Riegel vor. Trotzdem schaffen es angeblich immer mal wieder Gruppen, gegen ein Bakschisch – nach den offiziellen Öffnungszeiten – noch eine Zeit lang gemeinsam in der Königskammer zu meditieren. Viele, die sich nahe am Sarkophag aufhielten, wollen merkwürdige Vibrationen und Kribbeln in den Händen wahrgenommen haben.
Ganz offiziell bekam übrigens der amerikanische Jazzmusiker Paul Horn die Genehmigung, alleine in der Grabkammer zu bleiben, um dort Musik zu machen. Seine Komposition »Inside the Great Pyramid« wurde zur Kultmusik – nicht nur bei Esoterikern.
























