Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Trend & Style
Was bietet eine »kreative Stadt«?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wirtschaftswachstum braucht kreative Köpfe, diese Erkenntnis macht sich in den Rathäusern breit. Der Klassiker für die Kreativen war und ist New York.
Ein neues Schlagwort macht in der Kommunalpolitik die Runde: die „kreative Stadt“. Dieses Konzept geht zurück auf den amerikanischen Ökonomen Richard Florida und meint vor allem eins: Die Verknüpfung von Lifestyle und Profit.
Dazu empfiehlt Florida, sich auf das zu besinnen, was er die „drei T’s“ nennt: Talent, Technologie und Toleranz. Das sei die Zauberformel, mit der man junge, kreative Menschen anlockt und somit für jenes inspirierende Klima sorgt, das klassische Kreativstädte wie New York, Amsterdam oder Toronto unwiderstehlich macht.
Der Kreativszene möglichst viel Freiraum zu lassen, ist ökonomisch auf jeden Fall vernünftig: Eine quirlige Großstadt mit Clubs und Cafés, Galerien und kleinen Läden zieht nicht nur Touristen an, sondern auch und vor allem das begehrte „creative money“ – Geld, das Firmen aus den Bereichen Mode, Medien, Film oder Werbung mitbringen. Schließlich sind diese Branchen stets auf der Suche nach jenen Orten, wo man den Trends beim Wachsen zusehen kann.
Und damit schließt sich der Kreis: Die Investitionen nützen der ganzen Stadt, indem die Infrastruktur dem steigenden Lebensstandard angepasst wird. Neue Theater und Museen entstehen, aber auch Schulen, Parks oder Radwege. Das Modell hat allerdings einen kleinen Schönheitsfehler: Mit wachsender Beliebtheit wird die Stadt schicker, aber auch teurer.
Das heißt, dass die Hinterhof-Galerien und hübschen Lädchen im Viertel irgendwann dichtmachen, weil die Mieten unerschwinglich werden. Und dann bricht die junge Kreativszene ihre Zelte wieder ab und zieht weiter. Wenn also jetzt Politiker von Ingolstadt bis Oldenburg für die „kreative Stadt“ plädieren, sollten sie nicht vergessen: Dieser Titel ist nicht nur schwer zu bekommen. Er muss auch immer wieder neu verdient werden.

























