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Geschichte & Politik

Was bedeutet "GATT"?

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Wirtschaftswachstum und Protektionismus verstehen sich nicht, das wurde nach dem Zweiten Weltkrieg immer deutlicher. 1948 wurde der erste Schritt in Sachen Globalisierung getan: Mit dem GATT, dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen oder auch »General Agreement on Tariffs and Trade«, traten 23 Staaten einer Art Anti-Zoll-Verein bei. Inzwischen ist die Zahl der Staaten, die auf dem größten aller denkbaren Marktplätze ihren Stand aufstellen dürfen, auf 144 gestiegen. Jedes Land soll die Möglichkeit haben, mit seinen Produkten überall in der Welt erfolgreich zu sein, geschützt von Regeln, die für alle gelten – so die GATT-Vision. Auf der Suche nach der Zauberformel, die alle Beteiligten zufrieden stellt, fand man die »Meistbegünstigungsklausel«: Der günstigste Zollsatz, den ein Land einem GATT-Partner beim Im- und Export gewährt, muss auch für alle anderen im Vertragsbund gelten. Dadurch sind die Zölle im Durchschnitt von vierzig auf vier Prozent gesunken. Das GATT ist auch die Keimzelle, aus der 1995 die Welthandelsorganisation WTO entstanden ist. Nach langen Aufnahmebemühungen ist seit 2001 auch China Mitglied – seit Ende der 1970er explodierte das chinesische Wirtschaftswachstum, und nun soll die Produktion für den Weltmarkt in neue Dimensionen katapultiert werden. Dieses Ziel will auch der nächste Beitrittskandidat erreichen: Das ehemals sozialistische Russland.

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