Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Wissenschaft & Technik
Was ändert sich bei Vollmond?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Egal ob Schlaflosigkeit, erhöhte Selbstmord- und Geburtenraten oder eben auch Wetterumschwünge: Dem Vollmond werden seit Jahrtausenden die unterschiedlichsten Aus- und Nebenwirkungen nachgesagt.
Wissenschaftlich nachgewiesen ist bis heute aber keiner dieser lunaren Effekte. Im Gegenteil: Alle bisher untersuchten Zusammenhänge zwischen dem Vollmond und dem vermuteten gehäuften Auftreten bestimmter Ereignisse sind statistisch widerlegt. Dies gilt auch für die vermeintlichen Wetterumschwünge bei Vollmond.
Sämtliche ausgewerteten Wetteraufzeichnungen erbrachten keinerlei Zusammenhang zwischen dem Wetterverlauf und den Mondphasen. Zwar beeinflusst der Mond durch seine Anziehungskräfte die Gezeiten der Meere und zerrt darüber hinaus auch an der Erdoberfläche. Zudem gilt es als wahrscheinlich, dass er für Druckschwankungen in der obersten Schicht der Erdatmosphäre mitverantwortlich sein kann.
Ausschlaggebend für den Verlauf unseres Wetters sind aber die durch thermische Abläufe bedingten Bewegungen der Luft in der untersten Schicht der Atmosphäre. Und diese werden nicht von der Gravitation des Mondes, sondern von der Einstrahlung der Sonne angetrieben. Warum hält sich der Glaube an Wetterwechsel bei Vollmond so zäh? Wahrscheinlich weil wir uns einprägen, wenn die »Prognose« einmal zufällig stimmt – und alle anderen Wetterlaunen vergessen.

























