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Psychologie & Gesundheit
Warum werden wir in Läden linksherum gelotst?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wenn Kunden rechtsherum durch den Laden geschickt werden, fühlen sie sich unwohl und kaufen weniger.
Entspannte Kunden sind gute Kunden – so lautet das oberste Mantra aller Verkaufsstrategen. Damit wir das Einkaufen nicht als lästige Pflicht empfinden, die wir möglichst schnell hinter uns bringen wollen, hat die Werbepsychologie unzählige Versuche und Studien unternommen und herausgefunden, wie man ein optimales Verkaufsklima erzeugt. Deshalb wird in einem modernen Supermarkt nichts dem Zufall überlassen – nicht einmal die Richtung, in die sich der Kunde bewegt: Die meisten Läden sorgen dafür, dass wir vom Eingang bis zu den Kassen immer linksherum gehen müssen.
Grund ist ein naturgegebener Linksdrall, den die meisten Menschen in sich tragen: Von Natur aus, also ohne Orientierungshilfe, würden wir niemals geradeaus, sondern stets in einer leichten Linkskurve laufen. Sobald es rechtsherum geht, empfinden wir dagegen ein Unmutsgefühl und fühlen uns latent gestresst, wie Messungen von Körpertemperatur und Herzfrequenz gezeigt haben. Zudem sind wir auf der linken Seite sensibler: Alles, was von links kommt, erregt leichter unsere Aufmerksamkeit. Mit anderen Worten: Wenn sich der König Kunde ganz entspannt seiner Linkslastigkeit hingeben darf, ist das gut für den Umsatz.
Die Linksrunde ist natürlich nicht der einzige Trick, mit dem uns das Einkaufen schmackhaft gemacht werden soll. Weitere Beispiele für verkaufsfördernde Maßnahmen sind: überdimensionierte Einkaufswagen; schmeichelndes Rotlicht über Fleisch- und Wurstwaren; feiner Nebel im Bereich der Gemüsetheke, der den Eindruck taufrischer Ware herbeizaubert. Und viele Gänge sind bestimmt nicht aus Platzgründen so schmal, sondern damit der Einkaufswagen möglichst langsam an den prall gefüllten Regalen vorbeigeschoben wird.

























