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Warum tun längst verheilte Wunden weh?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Warum tun längst verheilte Wunden weh?Warum tun längst verheilte Wunden weh?

Schon der griechische Arzt Hippokrates sprach im 5. Jh. v. Chr. davon. und auch Goethe outete sich als wetterfühlig. Inzwischen ist die Medizin-Meteorologie ein eigenes Forschungsgebiet. Als Auslöser unserer Wetterfühligkeit gelten erstens so genannte Sferics.

Das sind natürliche elektromagnetische Wellen, die beispielsweise vor Gewittern verstärkt auftreten. Man konnte nachweisen, dass wetterfühlige Menschen auf sie besonders empfindlich reagieren.

Zweitens machen die Luftdruckschwankungen sensible Zeitgenossen schlapp. Bei Wetterumschwüngen kann der Blutdruck leicht steigen oder fallen, was wir besonders in bereits beschädigtem Gewebe spüren – es »pocht« dort, wo wir schon einmal operiert wurden oder einen Bänderriss hatten.

Forscher vermuten, dass die Wetterfühligkeit ein evolutionäres Überbleibsel ist, ein Schutzmechanismus, der unsere Vorfahren vor herannahendem Unwetter warnte. Manche Experten messen dem Wetter allerdings keine große Bedeutung auf unser Wohlbefinden bei. Der Begriff »Biowetter« etwa, so der ARD-Meteorologe Jörg Kachelmann, grenze an Scharlatanerie; es gebe keine Nierenkolik- oder Rheumatage.

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