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Wissenschaft & Technik
Warum soll man keine Gummistiefel auf einer Rolltreppe tragen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Mit Gummistiefeln soll man nicht Rolltreppe fahren, weil der Gummi sich an der Seitenwand erhitzen und weich werden kann. Dann könnte der Stiefel in den Spalt zwischen Stufe und Seitensockel hineingezogen werden.
»Rechts stehen, links gehen«, keine Kinderwagen und Fahrräder, Kinder nur in Begleitung – wer eine Rolltreppe betritt, sieht sich einer Vielzahl von Zeichen ausgesetzt. Und dann ist da auch noch dieser durchgestrichene Gummistiefel. Reine Schikane? Durchaus nicht. Auch wenn es ein wenig übervorsichtig erscheinen mag: Wenn man so auf der Rolltreppenstufe steht, dass der Stiefel am seitlichen Rand schleift, wird er durch die Reibung warm und weich. Dann könnte der Gummistiefel in den schmalen Spalt zwischen Stufe und Seitensockel hineingezogen werden. Die dabei entstehende Zugkraft wiederum kann so groß sein, dass der Fuß in Mitleidenschaft gezogen wird.
Weil diese Gefahr bei allen Materialien besteht, die bei Reibung heiß und weich werden, verbieten moderne Warnschilder nicht nur Gummistiefel. Auf einigen Rolltreppen sind zudem am Sockel Bürstensäume angebracht, die jedem kräftig über den Knöchel streifen, der der Seitenwand zu nahe kommt.
Apropos Gefahr: Dass die Handläufe meist einen Tick schneller sind als die Rolltreppe, ist ebenfalls eine Vorsichtsmaßnahme – sie dürfen gleich schnell, aber auf keinen Fall langsamer sein als die Stufen! Jemand, der sich auf die Geschwindigkeit eines langsamen Handlaufes verlässt, könnte sonst unter Umständen nach hinten stürzen. Die Rolltreppen-Hersteller stellen den Handlauf also im Zweifel lieber ein wenig schneller ein.

























