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Geschichte & Politik
Warum salutieren Soldaten?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ob sie nun dem Bundespräsidenten, dem Bundeskanzler oder einfach nur ihrem direkten Vorgesetzten begegnen – in allen drei Fällen führen deutsche Soldaten die rechte, gestreckte Hand zum Kopf.
Wie ein militärischer Gruß auszusehen hat, ist haarklein in der »Zentralen Dienstvorschrift« geregelt. Angefangen hat der weltweit verbreitete militärische Gruß nach Meinung einiger Historiker im Alten Rom. Schon die Legionäre hätten so ihre Heerführer gegrüßt. Die Geste habe dort eine symbolische Bedeutung gehabt. Untergebene deuteten damit an, dass von den Hochgestellten ein sonnenhafter Glanz ausging, vor dem man die Augen schützen musste.
Die meisten Historiker halten den militärischen Gruß aber für »jünger«: Ihrer Meinung nach stammt er – wie der Großteil der heute gebräuchlichen Grußformeln auch – aus dem Mittelalter. Wenn sich zwei Ritter zu Pferd begegneten, konnten sie einander wegen der Helme nicht ins Gesicht blicken. Da die linke Hand in diesem Fall den Zügel hielt, wurde als Geste des Respekts und des Vertrauens mit der anderen Hand das Visier geöffnet. So konnten sich beide offen in die Augen sehen, was Lügen und Verrat nicht gerade erleichterte. Da die dabei verwendete rechte Hand bei den meisten Menschen als Waffenhand dient, brachte die Geste jedoch noch mehr zum Ausdruck: »Ich komme in Frieden und bin unbewaffnet.«
Wie salutiert man richtig?
Für deutsche Soldaten gilt: In einer schnellen Bewegung wird die rechte Hand an die Schläfe oder den Rand der Kopfbedeckung geführt. Alle fünf Finger liegen dabei aneinander, Hand und Unterarm bilden eine gerade Linie, der Handrücken zeigt nach oben. Außerdem wird der Ellbogen auf Schulterhöhe gebracht.
Anders geht es in Frankreich, England und einstigen Kolonien des britischen Imperiums: Hier wird die Handfläche beim Salutieren hin zum Gegrüßten gewendet. Unsere polnischen Nachbarn begnügen sich derweil mit dem Zwei-
Finger-Gruß, bei dem nur der rechte Zeige- und Mittelfinger zum Einsatz kommen. Dennoch herrscht in einem Punkt absolut Einigkeit: Ein salutierender Soldat hat zackig auszusehen.

























