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Trend & Style

Warum macht Schwarz schlank?

Warum macht Schwarz schlank?Warum macht Schwarz schlank?
iStockphoto

Zur Ehrenrettung der Modeindustrie vorweg: Kleidung lässt uns nicht fett aussehen. Fett lässt uns fett aussehen. Aber tatsächlich ist Schwarz ein Schlankmacher, der keine Diät und keinen Besuch im Fitnesscenter erfordert – vielleicht ist ja deswegen das »kleine Schwarze«, das Coco Chanel 1926 erfunden haben soll, ein Synonym für eleganten Auftritt und raffinierte Verführung geworden.

Für diesen Verdünnungseffekt gibt es einen guten Grund, und der liegt in unseren angeborenen Sehgewohnheiten: Wir können Umrisse und Formen nur dann gut abschätzen, wenn wir sie in verschiedenen Schattierungen oder Farben wahrnehmen.

Eine weiße Hose lässt unsere Rückseite dicker erscheinen als ein schwarzes Modell, weil die Konturen und Falten dunkle Schatten werfen und damit mehr Masse und Volumen vortäuschen. In schwarzen Hosen werden die Schatten verschluckt, und die Form erscheint kleiner und glatter als sie tatsächlich ist.

Weitere anschauliche Beispiele: Ein weißes Hemd wirkt schneller faltig als ein schwarzes Hemd, und Menschen mit dunklerer Haut scheinen »besser zu altern« als Menschen mit hellerer Haut - einfach weil auf dunkler Haut die Schatten, die die Falten werfen, schwerer zu erkennen sind.

Künstler wissen das längst: Wenn Bildhauer Statuen aus dunkler Bronze entwerfen, müssen sie die Gesichtszüge stark übertreiben, damit überhaupt noch ein Mienenspiel sichtbar wird. Noch eine Anekdote aus der Filmwelt: In den »Raumschiff-Enterprise«-Folgen tragen die Schauspielerinnen Stoffpolster, um in den Uniformen ihre Rundungen besser betonen zu können. Diese Stoffpolster kommen in zwei Größen daher, und die voluminöseren werden immer dann angelegt, wenn die Filmuniform dunkel ist.

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