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Kaffee

Warum macht Kaffee manchmal müde?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wie genau Kaffee als Schlaftrunk funktioniert ist zwar nicht ganz klar. Doch dass er es tut, steht fest: Laut einer britischen Studie aus den 1990er-Jahren gibt es kein besseres Mittel gegen Nachmittagsmüdigkeit als eine Tasse Kaffee und ein anschließendes Nickerchen. Schlafen nach Kaffee erwies sich als belebender für den Rest des Nachmittags als mehrere Tassen Kaffee alleine.

Warum Koffein nicht nur aufmuntert, sondern auch gut schlafen lässt, können Forscher nur vermuten. 2009 stellte der Radiologe Aaron Field von der Wisconsin University (USA) fest, dass Kaffee den Blutfluss zum Gehirn vermindert. Field scannte mit einem Magnetresonanztomografen die Köpfe von Kaffeetrinkern gleich nach geleerter Tasse. Vor allem bei Nicht-Kaffeetrinkern beobachtete er dabei eine Unterversorgung der grauen Hirnmasse (also den Nervenzellen) um ein Viertel, und der weißen Hirnmasse (also den Nachrichtenleitungen) um ein Fünftel - was durchaus müde machen kann. Bei Testpersonen hingegen, die gewöhnlich viel Kaffee trinken, blieb der Blutstrom fast gleich. Es scheint also eine gewisse Gewöhnung an Kaffee vonnöten zu sein, damit das Koffein die Hirnzellen erreicht und dort den Müdigkeits-Botenstoff Adenosin blockiert.

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