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Psychologie & Gesundheit

Warum macht Fitness fröhlich?

Warum macht Fitness fröhlich?Warum macht Fitness fröhlich?
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Nach dem Joggen fühlt sich Außenminister Joschka Fischer »den ganzen Tag high«. Kollege Rudolf Scharping und Popstar Joey Kelley schwärmen vom »Fahrrad-Flow«, dem strömenden Glücksgefühl beim Radeln. Arnold Schwarzen-egger macht aus seinem »Bodybuilding-Lebensstil« fast eine Art Heilsmission: »Sie fühlen sich besser, weil Ihnen das Training mehr Energie gibt. Sie sind auch mit sich selbst zufrieden und haben mehr Selbstvertrauen.«

Dass der Rausch der Bewegung durch die erhöhte Freisetzung von körpereigenen Opiaten wie Morphin, Codein oder Serotonin zustande kommt, ist eine weit verbreitete These. So genannte Endorphine unterdrücken die Schmerzwahrnehmung und schaffen die psychische Akzeptanz für starke körperliche Belas-tung. Allerdings werden die »Botenstoffe für Euphorie« erst nach 50 bis 60 Minuten ausgeschüttet. Immer mehr Forscher sind deshalb der Ansicht, dass die Bedeutung der Glückshormone für die kribbelnde Hochstimmung während und nach der Strapaze überschätzt wird.

Andere Theorien sind: Das Wohlbefinden von Sportlern beruht auf dem Wissen um die eigene Leistungsfähigkeit und auf dem Bewusstsein, schwierige Situationen meistern zu können. Und: Sport lenkt von belastenden und unerfreulichen Gedanken ab und hebt auf diese Weise das seelische Befinden. Jedenfalls: Bei einer Umfrage des »Arbeitskreises Freizeitwirtschaft« im Herbst 2001 bezeichneten sich nur noch elf Prozent der Bundesbürger als »Sportmuffel«.

Die Sportvereine zählen 26,8 Millionen Mitglieder. 4,67 Millionen Deutsche, 60 Prozent davon Frauen, trainieren in den 6500 Fitness-Studios. Anfang der 90er Jahre waren es weniger als die Hälfte. Die Branche boomt. Hans Münch, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Fitness- und Freizeitunternehmen, hofft, dass sich die Zahl der regelmäßigen Besucher in den Studios bis 2010 noch einmal verdoppelt: »Bei uns gibt es noch einen riesigen Nachholbedarf, in den USA geht fast jeder ins Studio.« Als Freizeit- und sozialer Treffpunkt haben die Center durchaus ein multifunktionales Image. Als Kontaktbörse indes weniger.

Experten stellen fest, dass Sportlerinnen zunehmend die Atmosphäre eines reinen Ladystudios bevorzugen – dem tragen schon 13 Prozent aller Fitness-Center Rechnung.

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