Eine Frau begeht einen Fehler, wenn sie den Mann schon beim ersten Beisammensein ihre Blinddarm-Operationsnarbe bewundern läßt.
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Ängste
Warum machen Männer das?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Sie suchen die Gefahr und scheuen keine Angst – während Frauen schon beim Anblick einer harmlosen Spinne zu kreischen anfangen. Oder sind das nur hartnäckige Vorurteile?
Als die U-Bahn losfährt, greift Anna zu. Sie ist fünfzehn und liebt den Nervenkitzel. Festgeklammert am äußeren Türgriff und der Dachrinne des Zuges saust sie in die dunkle Röhre. Sie jauchzt vor Lust. – Maries Fuß spielt mit dem Gaspedal. Immer wieder lässt die 16-Jährige den Motor von Vaters Porsche aufheulen und linst dabei stolz durchs Wagenfenster in die Gesichter ihrer Freundinnen. Na klar wird sie es wagen, damit einmal um die Rapsfelder zu brettern. Entschlossen braust sie mit quietschenden Reifen los. Die Mädels draußen schlucken Staub und sind baff.
Hat Sie beim Lesen irritiert, dass es Mädchen sind, die solchen Unfug veranstalten? Sonst sind es ja fast immer Jungen. Die lieben das Gefühl von Angstlust, eine »Mischung von Furcht, Wonne und Hoffnung« beim »Aufgeben und Wiedererlangen von Sicherheit«. So hat es der ungarische Psychoanalytiker Michael Balint definiert. Und im Erwachsenenalter setzt es sich fort – durch Koma-Saufen auf Partys, Sprünge von den Klippen im mexikanischen Acapulco oder die Flucht vor Stieren in den engen Straßen von Pamplona. Ist das normal?
Als die U-Bahn losfährt, greift Anna zu. Sie ist fünfzehn und liebt den Nervenkitzel. Festgeklammert am äußeren Türgriff und der Dachrinne des Zuges saust sie in die dunkle Röhre. Sie jauchzt vor Lust. – Maries Fuß spielt mit dem Gaspedal. Immer wieder lässt die 16-Jährige den Motor von Vaters Porsche aufheulen und linst dabei stolz durchs Wagenfenster in die Gesichter ihrer Freundinnen. Na klar wird sie es wagen, damit einmal um die Rapsfelder zu brettern. Entschlossen braust sie mit quietschenden Reifen los. Die Mädels draußen schlucken Staub und sind baff.
Hat Sie beim Lesen irritiert, dass es Mädchen sind, die solchen Unfug veranstalten? Sonst sind es ja fast immer Jungen. Die lieben das Gefühl von Angstlust, eine »Mischung von Furcht, Wonne und Hoffnung« beim »Aufgeben und Wiedererlangen von Sicherheit«. So hat es der ungarische Psychoanalytiker Michael Balint definiert. Und im Erwachsenenalter setzt es sich fort – durch Koma-Saufen auf Partys, Sprünge von den Klippen im mexikanischen Acapulco oder die Flucht vor Stieren in den engen Straßen von Pamplona. Ist das normal?
Autor/in: Walter Schmidt
Mehr zum Thema:
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- Kultur & Gesellschaft
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