Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Psychologie & Gesundheit
Warum legen Menschen Feuer?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Den meisten Menschen ist eine elementare Freude am Feuer eigen, die aber eher zu Hause am Kamin oder vorm Lagerfeuer ausgelebt wird.
Für diejenigen, die davon nicht genug bekommen können, prägte Sigmund Freud (1856–1939) einst den Begriff der „Pyrolagnie“: Geschlechtserregung beim Anblick des Feuers. Der Vater der Psychoanalytik weiter: „Das Sexualerlebnis zieht der Pyromane hauptsächlich aus dem Verzicht auf die homo-sexuelle Lust, das von ihm entzündete Feuer durch seinen Harnstrahl zu löschen.“
Erich Haas, bekannt als Deutschlands betriebsamster Pyromane der Nachkriegszeit, befand sich, wie er es selbst beschrieb, in einem Machtrausch, wenn er das Feuer züngeln sah. Psychologen vermuten, es komme zu einer Katharsis (seelische Reinigung): Der Betroffene gehe eine Symbiose mit dem Feuer ein, lässt seinen gesamten seelischen Ballast in den Flammen aufgehen.
Pyromanie zählt neben dem Amoklauf zu den folgenschwersten Taten, und doch hat seine Erforschung kaum Fortschritte gemacht. Was man aufgrund einer neuen Studie lediglich weiß: 22 Prozent der Täter erlitten frühkindliche Hirnschäden, 53 Prozent haben schon mindestens einen Selbstmordversuch hinter sich, 30 Prozent sind Alkoholiker, 54 Prozent wegen anderer Delikte vorbestraft. Und 44 Prozent mussten während der ersten sechs Lebensjahre ganz oder teilweise auf den Vater verzichten.
Bei allen liegt laut Studie eine erhebliche „Störung der Impulskontrolle“ vor sowie die „mangelnde Fähigkeit, psychosoziale Krisensituationen adäquat zu lösen“. Häufig genügen Neid- oder Hassgefühle, um Pyromanen zuschlagen zu lassen. In der Hälfte der Fälle fackeln sie die eigene Bude ab – oder die jener Person, mit der sie sich im Konflikt befinden.
Noch etwas weiß man: In harten Zeiten wird mehr Feuer gelegt, Brandstiftung ist ein wirtschaftlicher Indikator: Je mehr Firmen oder Betriebe pleite gehen, desto größer die Wahrscheinlichkeit vorsätzlicher Zündelei.

























