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Wissenschaft & Technik
Warum können manche Menschen keine Melodien erkennen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Für manche Menschen klingt alles gleich: Sie können Beethoven nicht von Madonna unterscheiden, und Schubert klingt in ihren Ohren nicht anders als die No Angels.
Aufgrund einer Fehlfunktion im Gehirn sind zwei Prozent der Bevölkerung nicht in der Lage, Melodien zu erkennen. Zwar ist ihr Gehör normal und sie hören jeden Ton – aber sie können nichts über Tonhöhenunterschiede sagen oder wie sich die Töne im Liedverlauf verändern.
Im Normalfall sorgt ein komplizierter Mechanismus unserer Sinneswahrnehmung dafür, dass beim Hören von Musik verschiedene Hirnregionen nacheinander aktiviert werden. So entsteht ein Klangbild, das wir als angenehm oder unangenehm wahrnehmen. Bei Melodietauben ist diese Funktion gestört, sodass sie Tonfolgen nicht zu Melodien zusammenfügen können.
Immerhin, so fanden US- Forscher per EEG-Aufzeichnungen heraus, ist das Gehirn von Melodietauben in der Lage, falsche Töne wahrzunehmen. Die Betroffenen haben allerdings wenig davon – sie sind sich dessen nicht bewusst. Melodietaubheit ist eine der vielen Formen von „Amusie“ (Unmusikalität). Eine andere ist die Rhythmus-Taubheit: Walzer, Tango und Foxtrott haben dann scheinbar den gleichen Takt. Che Guevara konnte deshalb nicht tanzen!

























