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Warum ist das Bresse-Huhn so besonders?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Es widerstrebt uns ja eigentlich, ein Tier nur unter dem Aspekt seiner kulinarischen Bedeutung zu beschreiben, doch in Sachen Bresse-Huhn machen wir mal eine Ausnahme.
Das königliche Huhn hat nicht nur einen einzigartigen Ruf unter Gourmets, sondern wird auch unter geradezu luxuriösen Lebensbedingungen aufgezogen. Hähnchen, Poularden und Kapaune aus der Bresse – einer Region im Osten Frankreichs – sind das einzige Geflügel mit einer kontrollierten Herkunftsbezeichnung wie sie sonst nur Spitzenweine bekommen (A.O.C. = appelation d´origine controlée).
Und sie werden seit mehr als fünfzig Jahren nach genau festgelegten Kriterien gehalten: mit viel freiem Auslauf, einem Platzangebot von 10 Quadratmetern pro Tier und einer Lebenszeit von mindestens vier Monaten (im Vergleich dazu: Normale Hähnchen müssen schon nach sechs Wochen dran glauben). Den als unvergleichlich saftig gepriesenen Geschmack bekommt das Bresse-Huhn durch sein Spezialfutter: Mais, Buchweizen und Milch.
Warum ausgerechnet diese Geflügelsorte so elitär gehalten und gehandelt wird, hat vermutlich mit dem Nationalstolz der Franzosen zu tun: schneeweißes Gefieder, roter Kamm und blaue Beine sind die körperlichen Merkmale des Bresse-Huhns – die Farben der Trikolore!
Fragt Till Weimer, E-Mail

























