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Wissenschaft & Technik
Warum hat der Mensch kein Fell?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse und Mensch – aus diesen vier Mitgliedern besteht die Familie der Menschenaffen. Während sich drei davon in ein mehr oder weniger dichtes Fell hüllen, geht der Mensch ziemlich nackt durchs Leben. Das war nicht immer so, über den Verbleib unserer Behaarung gibt es allerdings verschiedene Theorien.
In aller Regel wird die Nacktheit mit dem nomadischen Leben des Steinzeitmenschen begründet, der ein schweißtreibendes Laufpensum zurücklegen musste. Ohne Fell ließ sich die Körpertemperatur wesentlich einfacher regulieren. Außerdem können sich lästige Läuse und Flöhe dem nackten Affen nur noch mühsam in den Pelz setzen – der Verzicht aufs Fell hätte also auch hygienische Gründe.
Den Vertretern der sogenannten Wasseraffen-Theorie gehen solche Überlegungen nicht weit genug. Für sie ist sicher, dass der Mensch eine lange Zeit seiner Evolution an Flüssen und Meeren verbracht hat. Ein kuscheliges Fell hätte da wie ein Stein an ihm gehangen, während er das feuchte Nass nach Fischen und Krebsen absuchte, und wäre als Wärmespender gar nicht nötig gewesen.
Der Mensch besitzt als einziger Primat ein wärmeisolierendes Unterhautfettgewebe, das im Wasser besser wärmt als nasses Haar. Außerdem verlangsamen Menschen beim Tauchen automatisch den Herzschlag und haben nach unten gerichtete Nasenlöcher, die unter Wasser nicht volllaufen können. Sogar das bisschen Restfell scheint gut an ein Leben im Wasser angepasst zu sein. Anders als bei den verbleibenden Menschenaffen hat es keinen Haarstrich und passt sich so perfekt jeder Strömung an.

























