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Soziologie
Warum haben Skinheads eine Glatze?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Der Ursprung der Skinheads liegt in den Arbeitervierteln Großbritanniens der späten 1960er Jahre. Skinheads waren von einem starken Arbeiterklassen-Bewusstsein geprägt und fühlten sich zunächst als Protestbewegung gegen die etablierte Gesellschaft. Mitglied dieser Gruppe zu sein bedeutete, einer rebellischen und aggressiven Jugendbewegung anzugehören. Man verstand sich als Gegenpol zu der von Studenten geprägten Flower-Power-Bewegung: Während die Hippies ihr Haar lang wachsen ließen, hatten Skinheads einen extrem kurzen Haarschnitt, durch den die Kopfhaut (engl. skin) durchschimmerte. Die Skinheads identifizierten sich mit der Arbeiterschicht und trugen die dementsprechende Kleidung: Werftarbeiter-Schuhe mit Stahlkappen, Jeans, karierte Hemden und Hosenträger. Rassismus war unter den britischen Skinheads der 1960er zunächst genauso stark oder schwach ausgeprägt wie in anderen Gesellschaftsschichten auch. Eine gängige Haltung in der Szene war: Mein schwarzer Kollege am Fließband hat mehr mit mir gemeinsam als ein weißer Bankangestellter. Erst als sich in den 1970ern die sozialen Probleme in England verschärften, wurde die Skinhead-Szene politisiert, insbesondere durch die rechtsextremistische britische »National Front«.
Im Zusammenhang mit der Punk-Musik verbreitete sich der Skinhead-Kult schließlich über Großbritannien hinaus. Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz stellen heute in Deutschland rechtsextremistische Skinheads den größten Teil der Skin-Szene. Daneben gibt es noch die »Oi!-Skins«, die im Skinhead-Dasein nur einen unpolitischen Lebensstil sehen. Eine geringe Anzahl stellen die politisch eher links stehenden »SHARP-Skins« (Skinheads against racial prejudices = Skinheads gegen rassistische Vorurteile).
- Revolutionär
























