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Warum haben Menschen Angst vor Spinnen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Spinnenkontakt ist für fast alle Menschen ungewohnt und ein bisschen eklig, aber für manche der pure Alptraum.
Sie sind nützlich, fast immer harmlos, führen aber bei vielen Menschen zu hysterischen Ausbrüchen. Oder schlimmer noch: zu Panikattacken mit Atemnot, Schweißausbrüchen und Herzrasen. In Deutschland leben rund 200000 Menschen, die phobisch auf Spinnen reagieren. Rational ist diese Angst nicht: Von den etwa 30000 bekannten Spinnenarten sind nur 30 giftig und davon lebt nur eine, die »Schwarze Witwe«, in Europa.
Häufigste Vermutung von Psychologen zur Spinnenfurcht: Sie ist ein Erbe aus den Anfängen der menschlichen Evolution. In den Steppen Afrikas, der Wiege des Homo sapiens, signalisierten das Schlängeln von Schlangen oder das schnelle Krabbeln eines Insekts tatsächlich oft noch Gefahr.
Diese tief im kollektiven Unbewussten vergrabene Ur-Furcht haben die Phobiker – beziehungsweise ihre Vorfahren – im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen nicht verlernt, sondern geben sie von einer Generation an die nächste weiter. Kinder übernehmen die schreckhaften Reflexe von ihren Eltern – nach Schätzungen von Wissenschaftlern wird etwa die Hälfte aller bekannten Phobien, nicht nur die Spinnenfurcht, auf diese Weise vererbt.
Doch Betroffene können hoffen: Spinnenphobie wird im Rahmen einer »Konfrontationstherapie« verlernt. Dabei setzt sich der Phobiker Schritt für Schritt immer stärkeren Reizen aus, bis er zum Schluss sogar das Krabbeln einer Spinne auf seiner Hand erträgt.

























