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Natur & Reise
Warum haben manche Tiere blaues Blut?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Dass das Blut von Menschen und den allermeisten Wirbeltieren eine rote Farbe hat, liegt an dem eisenhaltigen Eiweißstoff namens Hämoglobin.
Wenn die Eisenmoleküle, die in unserem Organismus für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind, sich mit Sauerstoffmolekülen verbinden, oxidieren sie: Das Blut rostet sozusagen – und wird rot. Tintenfische – und übrigens auch Hummer, Skorpione, viele Krebse, Schnecken und Spinnen – haben dagegen bläuliches Blut, weil sie nicht wie wir Menschen Eisen, sondern Kupfer im Blut haben.
In ihrem Blut wird der Sauerstofftransport also nicht von Eisenmolekülen, sondern von einem Kupferprotein namens Hämocyanin (von griech.: häm = Blut, cyanos = himmelblau) übernommen – und Kupfer nimmt, wenn es oxidiert, eine bläulich-grüne Farbe an.
Es gibt im Tierreich aber auch noch andersfarbiges Blut: Das Chlorocruorin lässt das Blut einiger Würmer grün erscheinen. Andere Würmer haben dank Hämerythrin violettes Blut. Da die meisten Insekten ihren Körper nicht über ihr Blut mit Sauerstoff versorgen, sondern über ein weit verzweigtes Röhrensystem, die sogenannten Tracheen, fehlt ihnen ein für den Sauerstofftransport zuständiger Blutfarbstoff. Darum erscheint ihr Blut – wie etwa das von Hummeln – weitgehend farblos.

























