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Wissenschaft & Technik
Warum haben Kometen einen Schweif?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Die Griechen erklärten sich den Himmelskörper als Ausdünstung der Erdatmosphäre, die Menschen im Mittelalter fürchteten Kometen als Schicksalsboten und Fingerzeig Gottes.
Dabei kommt die Himmelserscheinung mit dem eindrucksvollen Schweif ganz unspektakulär zustande: Kometen sind Klumpen aus Eis und Staub, ihr Kern ein Mischmasch aus gefrorenem Wasser, Trockeneis, CO-Eis, Methan, Ammoniak sowie Staub - und Mineralienteilchen. Deshalb bezeichnen Astrophysiker sie gerne auch als schmutzige Schneebälle.
Kommt dieser Klumpen in die Nähe der Sonne, beginnt er zu schmelzen. Die im Eis gebundenen Stoffe werden freigesetzt und bilden um den Kern des Kometen eine Staubwolke, die eine Ausdehnung von mehreren Millionen Kilometern erreichen kann. Durch Sonnenwinde und Strahlungen werden große Mengen davon »weggeblasen« und bleiben auf der Flugbahn des Kometen zurück. Diese Rückstände sehen wir von der Erde aus dann als Schweif.
Pro Sekunde verliert ein Komet, der sich das erste Mal der Sonne nähert, zwischen zehn und 50 Tonnen Masse. Nach mehrmaligen Sonnenumläufen büßen die Kometen kaum noch Material ein, irgendwann so wenig, dass der Staub in eine kleine Reisetasche passen würde. Obwohl Kometen vor allen Dingen wegen ihrer Leuchterscheinung gefeiert werden, sind ihre Kerne die schwärzesten Objekte des Sonnensystems, sie reflektieren nur vier Prozent des Sonnenlichts. Schwarzer Asphalt wirft immerhin sieben Prozent des Lichts zurück.

























