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Evolution

Warum gibt es Sexualität?

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Geschlechtliche Fortpflanzung ist die Triebfeder der Evolution bis hin zum Menschen. Und gelegentlich machen diese biologischen Vorgänge auch noch Spass.


Zeus, was hast du dies verführerische Leide, das Frauengeschlecht, zur Welt gesandt ans Sonnenlicht?«, fragt der sagenhafte Hippolytos in einem Drama des griechischen Dichters Euripides. Die Antwort kennt er wohl, dennoch hadert er mit dem Schicksal aller Sterblichen: »Fortpflanzung freilich war der Menschheit nötig, doch dass uns durch Frauen dies zuteil wird, ist nicht gut.« Sein Gegenvorschlag: Wenn man schon Nachwuchs haben müsse, dann solle man ihn »um Goldes oder Silbers Wert« im Tempel kaufen können.

Kinder gegen Bares, Fortpflanzung ohne Geschlechtsakt: Der alte Traum lässt sich längst erfüllen. Hippolytos wäre freilich entsetzt über die moderne Umsetzung seines Vorschlags: »Man Not Included« nennt sich eine britische Samenbank, die lesbischen Frauen eine Schwangerschaft ohne spürbares Zutun von Männern verheißt. Reproduktionsforscher gehen noch einen Schritt weiter: Sie können die Eizellen von Säugetieren inzwischen auch ohne Spermien befruchten oder sogar ganz ohne Befruchtung Nachwuchs zeugen. Klonschaf Dolly ist der Beweis, Klonmenschen liegen seit Kurzem im Bereich des Machbaren.

Fernab von diesen Entwicklungen fühlen sich weltweit immer noch Männer und Frauen vom jeweils anderen Geschlecht angezogen. Sie leben ihre Sexualität aus, genießen sie, geben sich ihr hin, gieren nach ihr, leiden darunter – und besorgen ganz nebenbei das Geschäft der Vermehrung. Denn nach wie vor ist die sexuelle Vereinigung von Mann und Frau der einfachste Weg zur Verschmelzung von Same und Ei – Vorbedingung für die Entwicklung eines Embryos und damit für den Fortbestand unserer Art. Dass diese Form der Fortpflanzung nicht die einzig mögliche ist, zeigt ein Blick auf andere Lebensformen ...
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Autor/in: Monika Offenberger


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