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Kultur & Gesellschaft
Warum brechen wir Tabus?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wir glauben, über alles reden zu können, keine Tabus und Geheimnisse mehr zu haben. Aber das ist ein Irrtum: Unser Leben ist gesäumt von Tabus wie die Straße von Verkehrschildern. Woher Tabus kommen, wozu es sie gibt und warum es wichtig ist, dass sie irgendwann gebrochen werden.
Capt’n James Cook (1728 – 1779) war ein berühmter Mann, als er 1776 von England aus zu seiner dritten großen Seereise aufbrach. Neben Pflanzen, Tieren, Kleidungsstücken, Werkzeugen, Waffen und leibhaftigen »Wilden« hatte er von seinen Weltreisen auch ein Wort mitgebracht: »Ta pu« So lautete die Antwort, die Cook immer dann erhalten hatte, wenn er nach Gründen für unverständliches Verhalten der Eingeborenen fragte. Das »Tabu«, wie es in Europa bald hieß, schien ein alle Südseevölker verbindendes Element zu sein: Etwas, das man nicht tut, nicht berührt, nicht sagt, nicht betritt, nicht isst. Und wenn doch, dann kommt der böse Geist über einen.
Capt’n Cooks Fehler war es dann, einen verstorbenen Matrosen seines Schoners HMS Resolution an einer bestimmten Stelle am Strand der Kealakekua-Bucht auf Hawaii zu beerdigen, die tabu war – der Ort war nur Häuptlingen und heiligen Männern vorbehalten. Eine bewaffnete Menschenmenge näherte sich Cook. Als er zwei Schüsse aus seiner Schrotflinte abgab und dabei einen Hawaiianer tötete, wurde er erstochen, ertränkt und zerstückelt. Nicht von bösen Geistern, aber von jenen, die deren Zorn fürchteten.
James Cook war der erste, der wusste, dass er für etwas starb, das Tabu genannt wurde. Aber er war nicht der erste Tabu-Brecher. Die beiden, die das Ur-Tabu der Menschheit brachen, sind zugleich die Begründer der Menschheit, zumindest nach Lesart der Heiligen Schrift der Christen: Adam und Eva aßen von der Frucht des verbotenen Baumes und erlangten dadurch, was ihr Schöpfer auf keinen Fall wollte: Erkenntnis. Gott milderte zwar seine Strafandrohung – den Tod – ab, aber er verwies die beiden aus dem Paradies. »Felix culpa« nennt Martin Luther ihr Vergehen – die »glückliche Schuld«: Denn ohne Adam und Evas Tabubruch gäbe es uns nicht.
Was ist ein Tabu?
Nichts hören, nicht sehen, nichts sagen – die drei Affen aus dem Schrein von Nikko in Japan gelten als das Tabu-Sinnbild schlechthin. »Tabus sind Meidungsgebote, mit denen eine Gemeinschaft festlegt, was zu ihr gehört und was nicht«, definiert der Psychoanalytiker Dr. Hartmut Kraft. Sie unterliegen im Gegensatz zu Verboten einem stillschweigenden Übereinkommen, sie treffen wie ein Bannstrahl Dinge, über die man nicht spricht, die man nicht tut und die man oft nicht einmal zu denken wagt.
Im Gegensatz zum Verbot, für das jeder eine nachvollziehbare Begründung verlangen darf, über das diskutiert werden und über das man sogar eine abweichende Meinung haben kann, kennt das Tabu keine Toleranz: Dem Tabu-Brecher droht der Ausschluss aus der Gemeinschaft. Psychoanalytiker Kraft: »Das trifft frühkindliche Formen der Ängste vor dem Verlassenwerden, die ganz tief in jedem Menschen sitzen.« Und die es in jeder Kultur gibt: Die Furcht des Tabu-Brechers, in den dunklen Wald gejagt zu werden, wo die bösen Geister und gefährlichen Tiere lauern, ist in »primiviten« Gesellschaften ebenso groß wie in den Märchen unserer Kultur.
Wie wirken Tabus?
Keine Gesellschaft existiert ohne Tabus. Zusammen mit Ritualen und Mythen, die ebenfalls außerhalb jeder Diskussion stehen, bilden sie das Gerüst der Gruppenidentität, stellen einen Kodex, der von grundsätzlichen Werten und Überzeugungen bis zu banalen Dingen wie korrektem Benehmen, passenden Ansichten und angemessener Kleidung in allen Lebenslagen reicht. Das Tabu verlangt vorauseilenden Gehorsam, egal ob in der Familie, in frei gewählten Gruppen (Verein, Clique, Partei) oder in Gesellschaft und Staat.
Als Gegenleistung bietet das Befolgen der Tabus Schutz und Hilfe. »Ohne gewisse Tabus ist ein geregeltes Miteinander kaum vorstellbar«, sagt der Soziologe Prof. Hartmut Schröder. Die Gesellschaft erlebe ein Sicherheitsgefühl durch das gemeinschaftlich Befolgen der Tabus, sie sind ein Bollwerk gegen das Chaos, bieten Schutz gegen Einbrüche in die lebenserhaltende Ordnung. In Japan werden die drei Affen als Weise verehrt.
Die Macht des Tabus, die die polynesischen Eingeborenen »mana« nennen, entsteht dadurch, dass das Tabu selbst tabu ist, es wird allenfalls angedeutet, nie wirklich thematisiert, es erhält dadurch etwas Unheimliches, eine Überhöhung, die es unangreifbar macht. Das wird von vielen gern hingenommen, die meisten scheuen die Auseinandersetzung zum Beispiel mit Schuld, Scham oder anderen quälenden Gefühlen und beugen sich lieber dem Tabu – »das Paradies des Nicht-Wissens und des Nicht-Erkennens«, wie Hartmut Kraft es nennt. »Das Tabu schirmt den Menschen gegen das Verbotene und gleichzeitig Anziehende ab«, sagt der renommierte amerikanische Kulturhistoriker Roger Shattuck. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß; das will ich lieber gar nicht wissen; daran will ich nicht mal denken – Ausdruck des In-Deckung-Gehens vor scheinbar oder wirklich Bedrohlichem.
Wem nützen Tabus?
Gibt es tatsächlich Dinge, die wir Menschen besser nicht wissen sollten? Die Philosophie sagt nein. Die Religion sagt ja. Und was sagt der gesunde Menschenverstand? Tabus entstehen nicht zufällig: »Zu einem Tabu gehören immer drei. Der Tabu-Geber, der Tabu-Nehmer und der Tabu-Wächter«, erklärt Hartmut Kraft. Prof. Schröder ergänzt: »Tabus sind ausgesprochene Herrschaftsmittel, durch die soziale und politische Kontrolle ausgeübt wird. Wo Tabus existieren, wird nicht nur geschwiegen, sondern auch verdrängt und manipuliert.« Solche Mechanismen ziehen Fanatiker und Gralshüter magisch an.
Kraft: »In Gruppen finden sich immer Personen, die sich zum Wächter berufen fühlen, Moralapostel, die glauben, das Recht und das gute Gewissen unverbrüchlich auf ihrer Seite zu haben. Dabei werden von solchen Menschen oft eigene Schuldgefühle abgewehrt und auf andere Menschen projiziert, die dann vehement bekämpft werden. Diese Personen zeichnen sich durch eine Art Dauerentrüstung aus.« Meistens agieren sie erfolgreich: Je tiefer Tabus in eine Gesellschaft hineinwirken, desto weniger Menschen haben die Kraft, sich dem entgegenzustellen und zum Außenseiter zu werden. Beispiel Galileo Galilei: Der große Gelehrte des 16. / 17. Jahrhunderts musste seiner „gefährlichen“ Erkenntnis abschwören, dass sich die Erde um die Sonne dreht, um nicht auf dem Scheiterhaufen zu enden. Sie erschütterte das damalige Weltbild in seinen Grundfesten.
Auch Einzelpersonen hüten ihre persönlichen Tabus, um nicht aus den Fugen zu geraten. Private Tabus werden »gesetzt«, wenn Menschen bestimmte Probleme und Themen nicht handhaben können, wenn sie Erinnerungen nicht aushalten können, sich extrem für etwas schämen. Auch massiv belastende Erlebnisse und traumatische Erfahrungen wie Missbrauch und Folter können vom Bewusstsein abgespalten und zum Tabu gemacht werden. Das kann so weit gehen, dass betroffene Menschen Orte oder Erinnerungen meiden, dass sie den Fernseher ausschalten, wenn bestimmte Themen und Begriffe auftauchen.
Gibt es Natur-Tabus?
Sind Tabus »von selbst« da, gibt es kulturübergreifende Ur-Tabus? Anthropologen haben zwei Tabus ausgemacht, die in allen Gesellschaften vorkommen: Das Kannibalismus-Tabu und das Inzest-Tabu. Letzteres wird als die Grundvoraussetzung für das Funktionieren menschlicher Gesellschaftsformen angesehen – dabei ist gerade das Inzest-Tabu eines der doppelbödigsten: Es kann Inzest-Opfern das Leben erst wirklich zur Hölle machen und ungewollt Schutz für die Täter bieten.
Inzest-Tabu eins lautet: Geschlechtsverkehr mit den eigenen Kindern ist verboten. Inzest-Tabu zwei lautet: Über möglicherweise doch vorkommenden Inzest wird unter keinen Umständen gesprochen, das Thema ist für die Familien und für die Gesellschaft so unerträglich, dass sie es radikal aussperren. Die Folge ist, dass missbrauchte Kinder wenig Chancen haben, Gehör zu finden. »Die Berührungsängste gegenüber Tabus sind keineswegs unbegründet«, hat die Psychotherapeutin Prof. Dr. Ingrid Riedel festgestellt. »Die Kraft, die die Menschen mit ihren Tabus wegsperren, kann sich ungeheuer aufladen und zu einer realen Gefahr werden. Die Angst davor kann sogar so groß werden, dass Menschen daran sterben.«
Wie kommt es zum Tabu-Bruch?
»Tabus sind dazu da, gebrochen zu werden«, behauptet der Münchner Philosoph Andreas Belwe. Ohne die Verletzung von Tabus gäbe es keinen gesellschaftlichen oder individuellen Fortschritt, keine Weiterentwicklung. Tabubrüche sind deshalb fast immer auch Hinweise auf bevorstehende Veränderungen und Umwälzungen. Der Bruch wird anfangs nur von einigen wenigen begangen, aber ist ein Tabu erst mal thematisiert, ist sein Ende absehbar. Bevor es so weit kommt, lässt man Versuchsballons steigen: Witze. Zunächst vorsichtig, dann immer direkter, testen die Mitglieder einer Gruppe mit Witzen die Grenzen aus. »Witze sind der spielerische Umgang mit Tabus, ein Probehandeln mit Worten«, sagt Hartmut Kraft. »Wo es Tabus gibt, sind die Witze nicht weit.« Wird erst einmal gemeinschaftlich über das gelacht, was einen ängstigt, ist der Bann des Tabus gebrochen.
Sigmund Freud fand in seinem Buch »Totem und Tabu«, dass die Tabu-Geber oft gerade die begehrenswerten Dinge mit ihrem Bann belegen und damit den Keim für den Tabubruch selbst säen. Aber auch abseitige und absurde Dinge können zum Tabu-Bruch reizen. Es gibt ein berühmtes psychologisches Experiment, in dem Testpersonen untersagt wurde, sich einen rosa Elefanten in einer blauen Wüste vorzustellen. Das Ergebnis: Alle stellten sich rosa Elefanten in blauen Wüsten vor. Roger Shattuck: »Das Tabu schafft ein Vakuum, in das unser freier Wille hineingezogen wird.«
Wie lange halten Tabus?
In welch kurzen Zeiträumen Tabus ihre Akzeptanz und damit ihre Macht verlieren können, zeigt die Prüderie der 50er-Jahre in Deutschland. Der Film »Das Schweigen« des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergmann, in dem eine in der Badewanne masturbierende Frau zu sehen ist, beschwor vor 50 Jahren einen ungeheuren Skandal und Boykottaufrufe seitens der Kirchen herauf. Verständlich – ist doch die weibliche Sexualität eines ihrer zentralen Tabus: In allen großen Mythologien und Religionen sind es die Frauen und ihre Sexualität, die das Übel und die Gefahr über die Menschen bringen, von Eva im Paradies bis zur Zeus-Schöpfung Pandora.
Die Gefahr, die angeblich von Frauen ausgeht, ist besonders ausgeprägt in den Märchen. »Bei den Märchen-Tabus geht es fast immer um Dunkles, von der herrschenden christlich-patriarchalischen Kultur Abgespaltenes,« sagt die Psychoanalytikerin Prof. Dr. Ingrid Riedel. »Das betrifft die Frauen ganz besonders, die in tabuisierten Bereichen ihre weggesperrte Natur befreien müssen.« Diese befindet sich meistens in verbotenen Zimmern oder Wäldern, deren Betreten schlimme Folgen hat. Denn in ihnen lauert das verbotene Wissen um Natur, Sexualität und Tod, um Gut und Böse.
»Das vermeintlich Böse im Märchen ist oft eine verbannte Weisheit, die eben dadurch böse geworden ist und erst nach ihrer Befreiung wieder sie selbst sein kann«, hat Riedel festgestellt. »Mit einer Mischung aus Grusel und Angstlust verfolgen wir das Märchengeschehen aus sicherer Distanz und erleben, wie Helden und Heldinnen unter Lebensgefahr Tabu-Zonen aufbrechen, um weggeschlossene Inhalte und Werte wieder freizusetzen.« Auch in der Psyche der modernen Menschen gibt es viele solcher verbotenen Zimmer, die meist im Traum betreten werden. Wenn wir dann in Schweiß gebadet erwachen, haben wir vielleicht gerade ein Tabu aus der Nähe erlebt und die Folgen des Tabu-Bruchs fürchten gelernt.
In heutiger Zeit sind es nicht mehr die Märchen, sondern die Medien, die uns mit den Tabus konfrontieren, indem systematisch zum Zweck der Steigerung von Auflage oder Einschaltquote mit dem Tabu-Bruch gespielt wird. Ekel-Shows und Talkrunden, in denen intimste Dinge ans Licht gezerrt werden, sind da noch harmlos: Ganz besonders die Intensität, mit der die Medien Gewalt gegen Frauen und Inzest-Fälle in den Schlagzeilen halten, weist darauf hin, wie elektrisierend diese Tabus sind.
Gibt es überall Tabus?
Anthropologen haben auf der gesamten Erde Tabus gefunden. Jede Gruppe, jeder Ort, jede Zeit hat andere Tabus: Was für die Hindus das Rindfleisch, ist bei Juden und Muslimen das Schweinefleisch und bei Europäern Hund und Ratte: Man isst es keinesfalls! Der Storch, bei uns Symbol der Fruchtbarkeit, steht in Singapur für den Kindbett-Tod; die Eule, das weise Tier, ist in Indien ein Unglücksbringer. In Japan ist die Zahl vier tabuisiert, man schenkt niemals etwas, was aus vier Teilen besteht. Zum Glück ändern sich Gepflogenheiten: Zu Zeiten Martin Luthers (1483 – 1546) war es ein Gebot der Höflichkeit, bei Tisch zu rülpsen und zu furzen, um damit zu signalisieren, wie gut das Essen schmeckt. Heute zählen Körpergeräusche zu den größten Peinlichkeiten und sind strikt tabuisiert.
Welches sind heute die großen Tabus?
»Wir müssen mal ganz tabulos miteinander reden ...« Das ist ein Satz, mit dem sich derjenige selbst adelt, der ihn ausspricht. Tabulos sein, das ist heute ein Zeichen von Aufgeklärtheit und Fortschrittlichkeit. Stattdessen hat sich jedoch etwas anderes breitgemacht, dessen Gebots-Kraft ebenso stark ist: die Political Correctness. Es gibt keine Negerküsse, Mohrenköpfe und »Zehn kleine Negerlein« mehr, Zigeunerschnitzel sind out, Eskimos heißen Inuit.
Das ist natürlich völlig richtig im Sinne von Gruppen, die sich diskriminiert fühlen, kann aber auch absurde Züge annehmen: So werden in amerikanischen Schulbüchern keine gebrechlichen Alten mehr abgebildet, stattdessen nur noch lachende und joggende Senioren. Behinderte heißen »anders Befähigte«, Eulen-Darstellungen sind tabu, weil der Vogel ein heiliges Tier der Navajo-Indianer ist. Und Harry Potter ist gänzlich tabu, weil seine Zauberkünste die religiösen Gefühle christlicher Gruppen verletzen könnten. Ein Soziologe hat errechnet, dass in den USA die Gruppen, die sich für unterdrückte Minderheiten halten, zusammen 374 % (!) der Bevölkerung ausmachen.
Neben den schnelllebigen Trends der Political Correctness gibt es bei uns eine Handvoll schwergewichtiger, großer Themen, die zum Teil zwar schon das Stadium des Denk- und Redetabus hinter sich gelassen haben, aber heftig umstritten sind. Sterbehilfe, Freitod (im Katholizismus immer noch von ewiger Verdammnis bedroht), Organspende und Gentechnologie gehören dazu, speziell in Deutschland das Vertriebenen-Tabu, die Renten und die sozialen Besitzstände.
Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hat vor 20 Jahren eine Tabu-Hitliste aufgestellt, die sich heute noch durchaus aktuell liest. Hier einige Auszüge daraus:
Politische Tabus: Antisemitismus, Kriegsschuld, deutsche Ostgebiete.
Sexualtabus: Inzest, Homosexualität, Kindesmissbrauch, Menstruation, Pädophilie von Frauen.
Krankheitstabus: Blähungen, Inkontinenz, Hämorrhoiden.
Alltagstabus: Toilettengewohnheiten, Sex, Körperbild, aggressive Gedanken, Blamage und Versagen.
Vor allem Letzteres entwickelt sich zu einem Groß-Tabu: Je mehr Leistung und Erfolg zu Nachweisen der Lebenstüchtigkeit werden, desto schlimmer werden Niederlagen und Blamagen empfunden. Einer der bekanntesten Soziologen der Gegenwart, der Amerikaner Richard Sennett, sagt voraus: »Das Scheitern ist das große Tabu der Zukunft.« Anders herum formuliert es der deutsche Soziologe Ralf Dahrendorf: »Tabus sind die Achillesferse einer Gesellschaft.« Denn sie verraten unbestechlich, wovor sich eine Gesellschaft fürchtet und womit sie nicht fertig wird.
Der große Aufklärer Immanuel Kant (1724 – 1804) fasste seine Erkenntnisse über die Befreiung des Menschen in dem Aufruf zusammen: »Wage zu wissen!« Das klingt wie die Posaunen von Jericho gegen die Mauern der Tabus.
























