Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Wissenschaft & Technik
Warum blitzen »Blitzer« rot?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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»Bitte recht freundlich!« Das kann nun wirklich keiner in so einer Situation verlangen – aber eines schon: Dass der Fahrer eines geblitzten Autos auch wirklich zu erkennen ist.
So muss es zumindest in Deutschland sein. Weshalb hier – anders als zum Beispiel in Österreich – Raser von vorne fotografiert und damit auch von vorne geblitzt werden müssen. Da gibt es nur einen Haken: So was kann ins Auge gehen, denn weiße Blitze haben eine hohe Blendwirkung, was zu Unfällen führen kann. Bei der Frontalfotografie von Temposündern kommt deshalb in der Regel ein Rotfilter zum Einsatz, der die Gefahr der Fahrerblendung minimiert.
Doch auch ein roter Blitz mag so manchen Autofahrer unsanft aus dem Temporausch reißen, und die Ertappten beschweren sich gelegentlich, von den Blitzern geblendet worden zu sein, vor allem, wenn dadurch ein Schaden entstanden ist. Mit ihrem Protest haben die Geblitzten aber meist schlechte Karten: Abgesehen vom blendungsreduzierenden Rotfilter ist der Blitz aus Verkehrsüberwachungsanlagen extrem kurz, meist wenige Tausendstel Sekunden.
Außerdem sehen Gerichte in der überhöhten Geschwindigkeit eine weit größere Gefahr für den Straßenverkehr als es die Rotlichtblitze je sein können. Wer trotzdem darauf besteht, bei der Geschwindigkeitskontrolle geblendet worden zu sein, riskiert vielleicht sogar mehr als ein Bußgeld oder ein paar Punkte in Flensburg: Stellt eine amts-ärztliche Untersuchung tatsächlich eine übermäßige Augen-Blendempfindlichkeit des Temposünders fest, steht sogar die »allgemeine Fahreignung« auf dem Spiel.
Fragt Stefan Klamp, Pinneberg

























