Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
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Wissenschaft & Technik
Wann ist Sex wirklich Sex?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Was bei uns in Deutschland relativ eindeutig bewertet wird, ist für junge Erwachsene in den USA anscheinend weit weniger klar.
Immer weniger junge Leute definieren dort Oralverkehr noch als „richtigen“ Sex, also nicht als eine Form echten Geschlechtsverkehrs, wie es etwa Vaginal- oder Analsex seien. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Kentucky, nach der nur 20 Prozent der jungen Amerikaner Oralverkehr als echten Sex ansehen. Die anderen halten ihn für ähnlich harmlos wie Petting, bei dem die Sexualpartner sich zwar gegenseitig durchaus zum Höhepunkt bringen können, aber keine Penetration stattfindet.
Eine der möglichen Erklärungen für dieses Phänomen haben die Wissenschaftler, die die Studie durchführten, den „Clinton-Lewinsky-Effekt“ getauft: Die Aussage des amerikanischen Ex-Präsidenten Bill Clinton, der nach Bekanntwerden seiner Oralsex-Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky im Jahre 1998 unter Eid noch schwor: „Ich hatte keine sexuelle Beziehung mit dieser Frau“ („I did not have sexual relations with that woman“). Sieben Monate später gab Clinton dann unter Druck von Medien und Öffentlichkeit zu, Oralverkehr mit Lewinsky gehabt zu haben – fügte aber hinzu, dass dies seiner Auffassung nach aber nicht als sexueller Verkehr zu bewerten sei.
Den Clinton-Lewinsky-Effekt sehen die Wissenschaftler durchaus mit Sorge: Denn nach Vaginal- und Analverkehr sei Oralverkehr der gefährlichste Sexualkontakt, da auch durch ihn durchaus so ernste Geschlechtskrankheiten wie Herpes, Syphilis, Gonorrhö, Hepatitis A und HIV übertragen werden könnten.
























