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Natur & Reise
Wachsen Nachtschattengewächse nachts?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Auch Auberginen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Diese verdankt ihren Namen einem alten Aberglauben.
Reichlich irreführend ist ihr Name, denn Nachtschattengewächse (bekannte Vertreter: Kartoffel, Tomate, Aubergine) wachsen zu keinen anderen Uhrzeiten als andere Pflanzen auch. Also keineswegs im „Schatten der Nacht“.
Ihren Namen hat diese Familie der sogenannten „Bedecktsamigen Pflanzen“ vom Schwarzen Nachtschatten, der vor allem im Mittelalter, gelegentlich auch heute, als Heilpflanze genutzt wurde. Grund dafür ist der hohe Gehalt an Alkaloiden und Steroiden, der allen Nachtschattengewächsen gemein ist. (Allerdings sind diese Substanzen in gewissen Dosierungen auch giftig.)
Getrocknet galt der Schwarze Nachtschatten als Medizin gegen Magen- und Blasenkrämpfe sowie Keuchhusten und diverse Hautkrankheiten. In der Homöopathie wird die frische, blühende Pflanze bei Erkrankungen des Zentralnervensystems angewandt. Aber woher kommt der Name?
Eine populäre Theorie besagt, dass der Schwarze Nachtschatten einen Geruch verströmt, der Kopfschmerzen und Albträume auslösen kann, wenn man im gleichen Raum mit den Pflanzen schläft – und das mittelalterliche Wort für „Albtraum“ ist „Nachtschaden“.
Nach einer anderen Theorie wurde die Pflanze gerade als Medizin gegen Albträume angewandt. In beiden Fällen passt die Bezeichnung „Nachtschadengewächs“ – und das d wandelte sich im Laufe der Zeit in ein tt.

























