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Klimageschichte

Vorstöße in die Vergangenheit

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Forscher drillen an den Polen tiefe Löcher ins Eis und in den Meeresgrund. Die dabei gewonnenen Bohrkerne bringen überraschende Fakten ans Licht: Das Klima hat in der Geschichte der der Erde schon oft verrückt gespielt.

Es ist noch Sommer, als die zwei Eisbrecher starten. Während sich die Norweger nach ein paar sonnigen Tagen sehnen, verlassen im August 2004 die »Vidar Viking« und die »Oden« die Hafenstadt Tromsø. Auf der Vidar Viking ist ein 34 Meter hoher Bohrturm montiert; damit wollen Wissenschaftler im arktischen Ozean ein 500 Meter tiefes Loch in den Meeresboden drillen. Die Oden soll dafür sorgen, dass kein störendes Packeis im Weg ist.

Doch selbst im vergleichsweise milden August könnte es damit hier oben im hohen Norden Probleme geben. Um die ganz großen Eisbrocken zu knacken, stößt deshalb später noch ein russisches Schiff hinzu: der Eisbrecher »Sowjetskij Sojus«. Er hat 75000 PS, einen Atomantrieb und kann Eisschichten von drei bis vier Metern Dicke zerbrechen.

Sechs Wochen dauert die Expedition, die von 16 Ländern unterstützt wird. Das Budget liegt bei zwölf Millionen Dollar. Und das alles, um eine einzige Frage zu beantworten: Seit wann gibt es eigentlich Eis am Nordpol?

Gab es das nicht schon immer? Nein: Forscher wissen, dass es vor rund 55 Millionen Jahren auf der Kuppe der nördlichen Erdhalbkugel recht warm gewesen sein muss. Im kanadischen Teil der Arktis hat man sogar Fossilien von Krokodilen entdeckt. Damals waren Asien und Amerika noch eine zusammenhängende Landmasse, die gerade auseinander zu brechen begann
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Autor/in: Judith Rauch


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