Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Mexiko
Viva la Revolución!
Porfirio Díaz herrschte bis 1911 in Mexiko wie ein Diktator, gestützt von reichen Grundbesitzern. Man jagte ihn davon – doch dies stürzte das Land in einen zehnjährigen Bürgerkrieg
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Vom Balkon des Palacio Nacional blickte Porfirio Díaz gerne auf seine prunkvolle Hauptstadt Mexico City
Díaz hätte beteuert, er sei kein Diktator; sein Volk wähle ihn immer wieder, weil er für Stabilität, Fortschritt und Wohlstand stehe. Mexiko war unter seiner Herrschaft in der Tat zu Wohlstand gekommen. Er ließ Eisenbahnlinien durch das Land legen, die Textilindustrie und die Landwirtschaft florierten unter seiner Ägide. Exportgüter – darunter auch Rohstoffe wie Gold, Silber und Kupfer – konnten beim großen Nachbarn im Norden aber auch in Europa verkauft werden. Vor allem aber das Erdöl brachte großen Reichtum. Damals förderte Mexiko etwa 25 Prozent des Erdöls weltweit. So viel zu den positiven Errungenschaften des mexikanischen Präsidenten.
1910 lebten rund 15 Millionen Menschen in diesem Land, das etwa dreimal so groß ist wie Frankreich – fast zwei Drittel seiner Fläche ist dabei von Gebirgen und Wüsten bedeckt. Die fruchtbarsten Böden wiederum hatten 3000 betuchte Familien unter sich aufgeteilt. Ihre Haziendas dehnten sich kilometerweit aus. Viele dieser Großgrundbesitzer – »Hacendados« genannt – waren nicht einmal Mexikaner, sondern US- Amerikaner und Europäer. Zum Beispiel der reiche Verleger William Randolph Hearst, der einmal witzelte: »Ich weiß nicht, was uns daran hindern sollte, ganz Mexiko zu besitzen und es so zu gestalten, wie es uns passt.«
Während diese kleine Minderheit in Saus und Braus lebte, fristeten die meisten Mexikaner ein elendes Dasein. Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug damals 27 Jahre. Und weil die reichen Hacendados große Landstriche brachliegen ließen, fiel der Getreideertrag von 1907 im Vergleich zu 1877 um 50 Prozent. Jahrhundertelang war Hunger in Mexiko kein Thema gewesen. Nach alter Tradition bestellte die ländliche Bevölkerung – meist Indios – ihre Felder gemeinschaftlich. Private Grundstücke gab es nicht, bis 1854 ein Gesetz verabschiedet wurde, das eine Privatisierung des Landes zuließ. Das war vielleicht ein gut gemeinter Versuch, die Indios auf die moderne Welt vorzubereiten. Doch bald strömten die Spekulanten ins Land und kauften den Indios ihre Grundstücke für einen Apfel und ein Ei ab – und gegen Schnaps. Die Indios wurden fortgejagt oder zu Leibeigenen degradiert. Eine bewaffnete ländliche Polizei, die »Rurales«, sorgte für Gesetz und Ordnung. Aufstände wurden grausam niedergeschlagen.
Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Ausgabe von P.M. HISTORY »Der wahre "Fluch der Karibik" - Piraten« – noch bis 12. Mai 2011 im Zeitschriftenhandel.
- 1968: Ende des »Prager Frühlings«
- Aufstände
- Revolution

























