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Natur & Reise
Ur, Wisent, Bison, Büffel – was ist der Unterschied?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Bisons, auch »Indianerbüffel« genannt, leben in der offenen Prärie; ihre europäischen Cousins, die Wisente, mögen es lieber waldig.
Da kommt man als Nicht-Zoologe tatsächlich schwer ins Grübeln, und so richtig merken können sich die Unterschiede wohl auch nur Fachleute. Denn Ur, Wisent, Bison und Büffel sind miteinander verwandt, sehen sich fast zum Verwechseln ähnlich, gehören alle zur Familie der Hornträger (Bovidae) und zur Unterfamilie der Rinder (Bovinae).
Fangen wir am besten mit dem Ur an, den kann man sich besonders leicht merken – denn es gibt ihn gar nicht mehr. Der echte Ur, auch Auerochse genannt, starb Anfang des 17. Jahrhunderts aus. Trotzdem lebt er millionenfach weiter, denn von ihm stammen die meisten unserer heutigen Rinderrassen ab. Da sein genetisches Erbgut also noch da ist, war es möglich, eine Neuauflage zu züchten: Das so genannte Heckrind kommt in seinem Aussehen dem Ur-Stammvater schon sehr nahe.
Nun zu den Büffeln: Die leben sowohl in Asien wie in Afrika. In Asien besonders verbreitet ist der Wasserbüffel, er wird in feuchten Gegenden als Milch-, Fleisch- und Lederlieferant gehalten. Die imposanten Rindviecher beeindrucken auch durch ihre bis zu 120 Zentimeter (!) langen Maxihörner, die entweder gradlinig zur Seite stehen oder sich halbkreisförmig nach innen krümmen.
Die Hörner des afrikanischen Verwandten in Afrika sind zwar kürzer, dafür aber noch auffälliger. Sie wachsen nach unten, entwickeln sich zu ausladenden Schaufeln und treffen in der Stirnmitte wieder aufeinander. An diesem besonderen Kopfschmuck können auch Laien einen afrikanischen Büffel erkennen.
Was für den Büffel die Hörner, sind für den Bison das Zottelfell und der Buckel (Widerrist). Zur Gattung Bison zählen der amerikanische Bison (auch »Indianerbüffel« genannt) und der europäische Wisent. Sie sind so eng miteinander verwandt, dass sie sich paaren und gemeinsamen Nachwuchs haben können. Riesige Brocken sind alle beide – mit ihrer Schulterhöhe von bis zu zweieinhalb Metern.
So ähnlich sich Wisent und Indianerbüffel auch sind, in Sachen Wohnraum gehen sie unterschiedliche Wege: Wisents leben in Laub- und Mischwäldern sowie in Waldsteppen in Polen, Weißrussland, dem Baltikum und dem Kaukasus. Bisons bevorzugen die offene Steppenlandschaft – die berühmte amerikanische und kanadische Prärie.
Fragt M. Purann

























