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Wissenschaft aktuell

Unglaublich: Menschen-Gene in Affen

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Unglaublich -  Menschen-Gene in AffenUnglaublich -  Menschen-Gene in Affen

Der Frühmensch und der Schimpanse hatten auch nach dem Beginn ihrer genetischen Trennung vor zehn Millionen Jahren noch Sex miteinander und gemeinsame Nachkommen: US-Forscher verglichen Gene des Menschen mit denen des Primaten und schlossen aus der Zahl der Unterschiede auf das Alter der Erbanlagen.

Die letzten Gene trennten sich vor sechs Millionen Jahren – erst ab diesem Zeitpunkt beginnt der Stammbaum der »echten Menschen« (Hominiden). Die männlichen Mischlinge waren (wie das Maultier, der Nachwuchs von Pferd und Esel) nicht zeugungsfähig – nur die weiblichen konnten sich fortpflanzen, entweder mit Schimpansen oder Frühmenschen. Immer wenn sie »es« mit Affen machten, stieg die Evolution bei der Differenzierung von Mensch und Affe auf die Bremse.

Dass es zur absoluten Trennung der Entwicklungslinien erst vor sechs Millionen Jahren kam, hat für Paläoanthropologen erhebliche Konsequenzen – denn der älteste bekannte »echte Mensch« (Sahelanthropus tchadensis) wird auf ein Alter von sieben Millionen Jahren geschätzt, lebte also vor der Trennung von Mensch und Schimpanse. Das bedeutet: Im heutigen Menschen stecken auch Affen-Gene – und im Affen stecken auch Menschen-Gene.

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Autor/in: Wolfgang C. Goede


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