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Kultur & Gesellschaft
Treten nur die besten Musiker in der Carnegie Hall auf?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Die Carnegie Hall gilt als Olymp der klassischen Musik. Aber auch Popgrößen geben dort Konzerte. Und jeder der etwas auf sich hält, muss da einfach mal auftreten sein.
Ein Tourist fragt in New York City einen Passanten: »Wie komme ich zur Carnegie Hall?« Knappe Antwort: »Üben, üben, üben.« Dieser Running Gag unter Musikern bringt es auf den Punkt. Traditionell treten im New Yorker Konzertsaal Carnegie Hall nur die Besten der Besten auf, und das sowohl in der klassischen wie in der Popmusik.
Das Vorstellungsregister des ältesten New Yorker Konzerthauses liest sich wie das Who is Who der Musikgeschichte: Igor Strawinsky, Maurice Ravel, Leonard Bernstein, Gustav Mahler, Frank Sinatra, Arthur Rubinstein, die Beatles, Duke Ellington, Bob Dylan, Frank Zappa oder Eric Clapton – alle Weltstars haben hier schon gespielt.
Von außen sieht der Ziegelsteinbau im Renaissancestil mitten in Manhattan nicht besonders spektakulär aus, doch das Auditorium der Carnegie Hall hat es in sich. Dank der muschelförmigen Anordnung der 2800 Plätze, auf fünf Ebenen um die Bühne, soll es hier die weltbeste Akustik geben. Schwärmerisch behaupten Fans, die Carnegie Hall sei selbst eine Art Instrument, das die Musiker zum Erklingen bringen.
Zu verdanken haben die New Yorker ihr Wunder-Konzerthaus dem Stahlindustriellen und Kunstmäzen Andrew Carnegie (1835 – 1919). Er wollte der aufstrebenden Stadt New York ein Konzerthaus im Stil der berühmten Konzertsäle europäischer Metropolen stiften.
Mit Erfolg: Schon beim glanzvollen Eröffnungskonzert (1891) stand einer der Größten der Musikgeschichte am Dirigentenpult – der russische Komponist Peter Iljitsch Tschaikowskij. Nicht genießen konnte diesen Abend angeblich William Burnett Tuthill, der Architekt der Carnegie Hall. Er bekam plötzlich Angst, die Saalkonstruktion würde die vielen Zuschauer nicht tragen und verließ panisch die Vorstellung, um seine Pläne zu überprüfen. Die Sorge war unbegründet – der Saal steht bis heute.

























