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Psychologie & Gesundheit

Traurig nach dem Sex?

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Der Satz geistert seit rund zweitausend Jahren durch (gelehrte) Köpfe: »Post coitum omne animal triste est, sive gallus et mulier.« (Nach dem Koitus ist jedes Tier traurig – außer dem Hahn und der Frau!) Wer diese Behauptung ursprünglich in die Welt gesetzt hat, lässt sich nicht mehr feststellen. Manche behaupten, es sei Aristoteles höchstpersönlich gewesen, andere führen den seltsamen Satz auf den berühmten griechisch-römischen Arzt Galen (2. Jahrhundert n. Chr.) zurück.

Egal, wer den Unsinn verzapft hat: Der Satz wurde gerne aufgegriffen und oft zu sex- und frauenfeindlichen Zwecken genutzt. Der Philosoph Arthur Schopenhauer beispielsweise fügte als persönliche Beobachtung noch hinzu: Je edler (!) der Charakter, umso deutlicher trete die eigentümliche Betrübnis nach dem Beischlaf auf. Was ist wahr daran?

»Postkoitale Traurigkeit« – so die Psychologen – kann es tatsächlich geben, bei beiden Geschlechtern. Sie ist aber alles andere als ein Naturgesetz, sondern Ausdruck von versteckter Depression, genereller sexueller Unzufriedenheit oder eines handfesten Partnerkonflikts.

Doch vielleicht ist mit dem alten Satz von der »Traurigkeit« des Mannes auch nur dessen Erschöpfung nach dem Sex gemeint. In dieser Frage besteht tatsächlich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern. Während Frauen »danach« oft buchstäblich high (manchmal sogar aufgedreht) sind und allenfalls eine Freudenträne vergießen, fühlen sich Männer nach dem Samenerguss glücklich – aber sehr müde

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