Der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur liegt darin, daß du in der Demokratie wählen darfst, bevor du den Befehlen gehorchst.
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Geht das?
Träumen, was ich will
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Einfach die Arme ausbreiten und fliegen können. Den Nachbarn zu wildem Sex verführen. Oder in Verhandlungen mit dem Chef mühelos das eigene Gehalt verdoppeln.
Was im Leben oft nicht gelingt, im Traum klappt’s – manchmal jedenfalls. Doch es gibt Menschen, die es öfter als wir Normalbürger schaffen, die Nacht mit schönen Träumen zu würzen: Diese beneidenswerten Zeitgenossen haben die Fähigkeit zum »Klarträumen«, auch »luzides Träumen« (von lat. lux = Licht) genannt. Sie können ihre Träume so gestalten, wie sie wollen – allein mit der Kraft der Gedanken. Es klingt paradox, aber man kann im Schlaf hellwach und bewusst sein.
Im »Klartraum« weiß der Träumer, dass er träumt – und in diesem Zustand kann er die »Story« wie ein Drehbuchautor gestalten. Luzide Träume wurden erst Ende der 1970er Jahre von den Wissenschaftlern Keith Hearne und Stephen LaBerge völlig unabhängig voneinander im Schlaflabor nachgewiesen. Der kalifornische Forscher LaBerge von der Stanford University hatte dabei einen Trick angewandt: Er stellte dem Träumer eine Aufgabe, die im Traum zu lösen war – der Proband sollte durch eine verabredete Augenbewegung signalisieren, wann er mit Aufgabe anfing und wann er aufhörte. Das Experiment funktionierte.
Der Sportwissenschaftler Dr. Daniel Erlacher vom Heidelberger Institut für Sport und Sportwissenschaft beschäftigt sich intensiv mit Klarträumen. Seine Vision: Leistungssportler sollen das luzide Träumen lernen – und den Schlaf zum Trainingspartner machen. Denn wenn Klarträumer alles steuern können, was sie im Traum erleben, dann könnte man sie im Schlaf auch bestimmte Übungseinheiten ausführen lassen. Ob das funktionieren wird, steht noch in den Sternen. Sicher ist zumindest: Der Wunsch nach der Kontrolle der eigenen Träume ist bei vielen Menschen groß – das zeigen entsprechende Internetforen.
Dabei kommt es den vielen »Oneironauten«, wie sich die Klarträumer nennen, vor allem auf den Spaß an, wie eine Online-Befragung durch Erlacher ergeben hat. Jetzt sucht der Sportwissenschaftler für verschiedene Studien der Universität Heidelberg weitere Oneironauten, die Interesse haben, an Untersuchungen im Schlaflabor teilzunehmen.
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