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Tour de France

Tollkühne Helden und ihre Räder

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Heute ist die Tour de France das bedeutendste Ereignis für Profis und Fans des Radsports. Doch angefangen hat diese Frankreich-Rundfahrt vor hundert Jahren: als Werbegag für eine fast bankrotte Sportzeitung.

Als der badische Forstbeamte und Freiherr Karl Friedrich Drais von Sauerbronn 1817 die nach ihm benannte Draisine erfand, eine hölzerne Laufmaschine mit zwei Rädern und Lenkstange, hielt das die Öffentlichkeit für nicht viel mehr als ein verrücktes Spielzeug. Man gab dem Gefährt, bei dem man sich noch mit den Füßen vom Boden abstoßen musste, keine große Zukunft. Die Idee jedoch überlebte, und so ergänzte der Schotte Kirkpatrick Macmillan im Jahr 1839 seine Konstruktion – schon jetzt aus Stahlrohr gefertigt – um Antriebshebel für die Räder und vor allem um steife Pedale, weshalb manche in ihm den eigentlichen Erfinder des modernen Fahrrads sehen. Den Franzosen Pierre und Ernest Michaux, Vater und Sohn, gelang es schließlich, die erste richtige Fahrradindustrie zu etablieren: Ihr Velociped (lateinisch für »Schnellfuß«) wurde mit beweglichen Pedalen an der Nabe des Vorderrades angetrieben und fand auf der Pariser Weltausstellung von 1867 große Beachtung.
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Autor/in: Antje Windgassen


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