Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Trend & Style
Tattoos: Tut das nicht weh?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Nicht Nur JugeNdbaNdeN aus Lateinamerika, Rapstars und Mike Tyson tragen eine Tätowierung im Gesicht - auch immer mehr anonyme Individualisten und Modebewusste trauen sich. Dadurch wollen sie ihre Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, sagen sie. "Entweder die Leute sehen hindurch, oder sie bleiben am Tattoo kleben und fragen dann alle dieselben zwei Fragen", erzählt eine gesichtstätowierte Kellnerin aus New Orleans: "Ist das echt?" und "Hat das nicht wehgetan?" Doch, das tut es: Da zwischen der dünnen Gesichtshaut und den Knochen viele Nerven, aber kaum Muskeln oder Fett liegen, ist eine Tätowierung im Gesicht weitaus schmerzvoller als an weniger sensiblen Körperpartien. Vor allem die Nasennebenhöhlen reagieren stark auf die etwa einen Millimeter tiefen Nadeleinstiche. Gefragte Motive sind vor allem Tribals, aber auch Eiscremetüten, Totenköpfe, Schachfelder oder Clown-Masken.
Bei den Maras-Jugendgangs aus Guatemala, El Salvador oder Honduras erinnert eine Träne an einen getöteten Freund. Auch kosmetische Gesichtstattoos, etwa für permanente Eyeliner oder dunklere Augenbrauen, werden immer beliebter. Während Körper-Tattoos kein Tabu mehr sind, sind Gesichtstätowierungen gesellschaftlich längst noch nicht akzeptiert. Viele Tätowierkünstler lehnen Gesichtstattoos kategorisch ab. Manche fürchten Klagen, wenn die Gesichtsmuskulatur beeinträchtigt wird oder das Bild nicht hundertprozentig dem Kundenwunsch entspricht. So verklagte ein belgisches Mädchen seinen Tätowierer, weil er statt der angeblich gewünschten drei kleinen Sterne neben dem Auge 56 Sterne auf sein Gesicht malte. Die 18-Jährige behauptete, während der Prozedur eingeschlafen zu sein.
P.M. Fragen & Antworten 08/2011

























