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Strom aus der Handtasche

Strom aus der HandtascheStrom aus der Handtasche

Jalousien nehmen Sonnenlicht auf und produzieren von alleine Strom. 100 Meter weiter steckt eine Dame ihr Handy in die Jackentasche, wo es automatisch aufgeladen wird. Wissenschaftler der deutschen Forschungsgemeinschaft DFG arbeiten auf Hochtouren an organischen Solarzellen.

In der jüngsten Forschung haben diese sich als besonders vorteilhaft erwiesen: Verglichen mit den herkömmlichen Silizium-Solarzellen, ihren anorganischen Verwandten, bieten die organischen “Neulinge“ vollkommen neue Möglichkeiten. Mit geringem Materialaufwand, herstellbar aus einfachen Kohlenstoffverbindungen, sind sie besonders kostengünstig.

Statt wie bisher nur auf Hausdächern und in Taschenrechnern sollen die organischen Solarzellen universal einsetzbar sein. Vor allem in der Architektur bietet sich ihre Verwendung an. Sie sind dünn und elastisch und lassen sich auf großen Flächen aufziehen, etwa auf Fenstern. Sie lassen das Licht durchscheinen und erzeugen gleichzeitig Energie – das macht sie so attraktiv.

Erstes Ergebnis der langjährigen Forschung mit dem organischen Material ist eine Tasche. Ganz ohne Steckdose können Benutzer darin elektronischen Kleingeräte wie Handys oder Digitalkameras mobil aufladen.

Die Taschen haben im Innern einen Akku, der von den Kohlenstoff-Solarzellen in der Hülle gespeist wird. Das elektronische Gerät wird mit einem Adpater an den Stromspeicher angeschlossen.

Erhältlich sind die Taschen von verschiedenen Anbietern im Internet oder im Handel – in verschiedenen Farben, Formen und Größen.

Trotz dieser Erfolge: Weitere Anwendungen stehen derzeit noch aus. Erst ab einem Wirkungsgrad von zehn Prozent sollen anorganische Solarzellen eingesetzt werden – im Moment liegt dieser erst bei acht Prozent (Foto: Wikimedia Commons).

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