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Energietechnik

Strom aus dem Tornado

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Strom aus dem TornadoStrom aus dem Tornado

Der kanadische Ingenieur Louis Michaud will ein völlig neuartiges Kraftwerk bauen: Es bezieht seine Power aus einem künstlichen Wirbelsturm.

Dafür soll die Abwärme von Industrieanlagen genutzt werden. Sie heizt Wasser auf, das um ein Gehäuse herumfließt; darin befindliche Rotoren saugen Luft an, die von dem Wasser erhitzt wird; die heiße Luft breitet sich im Gehäuse aus - sie beginnt zu rotieren und wirbelförmig aufzusteigen, bis ein kleiner Tornado entsteht.

Der Wirbelsturm treibt Generatoren an, die Strom erzeugen. Durch den Zustrom weiterer Luft gewinnt der Mini-Tornado laufend an Kraft und Tempo, bis er durch eine Öffnung im Gehäuse nach oben schießt - dabei saugt er noch mehr Luft an und wird zunehmend mächtiger. In einer Großanlage könnte er mehrere Kilometer Höhe erreichen.

Doch so weit ist es noch nicht: Michauds Garagenmodell wird derzeit im Windkanal der University of Western Ontario getestet. Befürchtungen, die Windhose könnte außer Kontrolle geraten, treten Fachleute entgegen: Durch Abstellen der Rotoren fiele sie sofort in sich zusammen. In einer 200 Meter großen Anlage könnte Michauds Mini-Tornado 200 Megawatt Strom erzeugen, was zum Versorgen von 200 000 Häusern reichen würde.

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Autor/in: Wolfgang C. Goede


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